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Rendsburg-Eckernförde Rückenwind für den Küstenschutz
Region Rendsburg-Eckernförde Rückenwind für den Küstenschutz
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17:47 17.07.2019
Von Kerstin von Schmidt-Phiseldeck
Die Gemeinde Strande brachte im Winter Messingtafeln am Wanderweg an: Sie sollen an die Schäden durch verschiedene Sturmfluten erinnern. Der Küstenschutz bleibt in dem Ostseebad ein Dauerthema.
Die Gemeinde Strande brachte im Winter Messingtafeln am Wanderweg an: Sie sollen an die Schäden durch verschiedene Sturmfluten erinnern. Der Küstenschutz bleibt in dem Ostseebad ein Dauerthema. Quelle: Kerstin v. Schmidt-Phiseldeck
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Strande

Denn das Ostseebad habe schon frühzeitig – nämlich 2014 – einen Fachplan Küstenschutz beschlossen, der Zugang zu Fördermitteln bietet. Das Küstenschutzkonzept betrachtet auch die Effekte von Maßnahmen auf die Region. „Den setzen wir jetzt Schritt für Schritt um“, so der Strander Bürgermeister.

Sichelbuhne wird verlängert

Der nächste Schritt sei die Verlängerung der Sichelbuhne am Hafen. Er hofft, dass das Projekt 2020 umgesetzt wird und danach das regelmäßige Ausbaggern des Hafens entfällt. Dort sammelt sich bislang immer der Sand, der vom Strander Ostseestrand weggespült wird.

Auch die im April fertiggestellten Steinbuhnen am Strand machten sich bereits bemerkbar, ist Holger Klink überzeugt: Die Ablagerung von Seegras habe nachgelassen, jetzt sehe man schon deutliche Sandablagerungen: „Das stimmt uns zuversichtlich, dass die Maßnahme richtig war und wir den Strand dort stabilisieren.“

Auch Land plant ein Gesamtkonzept

Das Land wolle jetzt wohl auch ein Gesamtkonzept  für den Ostseeraum anschieben, so Holger Klink. Denn im Winter hatten wieder einmal Stürme für große Schäden gesorgt, zum Beispiel in der Probstei. Das Land stellte damals eine Million Euro zur Unterstützung für betroffenen Ostseegemeinden zur Verfügung.

Sturmfluten kosteten 40.000 Euro

Auch in Strande entstanden durch die zwei Sturmfluten zu Jahresbeginn Kosten von 40.000 Euro. Man habe bei Schäden bisher auch immer eine anteilige Finanzierung vom Ministerium bekommen, erklärt Holger Klink: „Aber das kann keine Dauerlösung sein.“ Da sei es schon gut, wenn man als Gemeinde wisse, wo „die Achillesferse liegt“. Zudem gehe es ja nicht nur um den Erhalt der Ostseeküste, sondern auch um die Anpassung an den Klimawandel. 

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Hans-Jürgen Jensen 18.07.2019
KN-online (Kieler Nachrichten) 17.07.2019