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Rendsburg-Eckernförde Mehr Jugendliche für Politik begeistern
Region Rendsburg-Eckernförde Mehr Jugendliche für Politik begeistern
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19:02 19.02.2019
Von Christoph Rohde
Foto: So wir hier in Kiel wünscht sich die SPD auch für die Stadt Eckernförde das Planspiel "Jugend im Rat".
So wir hier in Kiel wünscht sich die SPD auch für die Stadt Eckernförde das Planspiel "Jugend im Rat". Quelle: vr: Volker Rebehn
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Eckernförde

„Um die Scheu vor der Politik zu verlieren, muss für Jugendliche eine niedrigschwelliges Beteiligungsangebot geschaffen werden“, sagt Torben Küßner, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Jugendliche sollen im Rathaus einen Blick hinter die Kulissen der Kommunalpolitik werfen. Über „Jugend im Rat“ könnten sie Erfahrungen mit der politischen Arbeit sammeln, Anträge erarbeiten und diskutieren, Reden halten, Kompromisse finden und Beschlüsse fassen, so Küßner.

Jugend-Beschlüsse sollen von den Ausschüssen beraten werden

Die Themen, die behandelt werden, sollen nach Auffassung der SPD von den Jugendlichen selbst gewählt werden. Dabei ginge es nicht um eine Spielerei. „Um Begeisterung an der Politik zu wecken, müssen auch die Folgen des eigenen Handelns sichtbar werden“, sagt Küßner.

Das heißt: Die Beschlüsse der Jugend-Ratsversammlung sollten in den folgenden Sitzungen der städtischen Fachausschüsse von den kommunalpolitischen Vertretern beraten werden, um hieraus möglicherweise „echte“ Beschlüsse der gewählten, städtischen Selbstverwaltung zu machen.

Mit „Jugend im Rat“ würde eine bekannte Institution der Stadt wiederbelebt. Eine ähnliche Einrichtung war bereits 1997 eingerichtet worden. Damals nannte sich das Gremium Kinder- und Jugendrat. Erstmals war damit eine Stimme der jungen Eckernförder im politischen Leben verankert. 

Der Nachwuchs sollte eine Chance bekommen, einen Teil der Kommunalpolitik mitzubestimmen. „Wir wollen euch großen Spielraum geben und ernsthaft beteiligen“, sagte in der konstituierenden Sitzung der damalige Bürgervorsteher Jürgen Anbuhl (SPD).

Kinder- und Jugendrat schlief Anfang der 2000er-Jahre ein

22 Jugendlich im Alter von zwölf bis 18 Jahren engagierten sich beim Auftakt, um die Interessen ihrer Altersgenossen im Rat zu vertreten. Gewählt wurden sie von den Eckernförder Schulen.

Ergebnisse der Sitzungen waren unter anderem ein „Spielplatz-Appell“ zur kindgerechten Ausstattung von Spielplätzen, eine Broschüre über Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche in Eckernförde, eine Jugendbühne zu den Festtagen sowie ein Open-Air-Konzert. Auch der Skaterpark war Thema. Damals wünschten sich die Jugendlichen eine Multifunktionsfläche in der Mitte der Speekskatebahn. 

Anfang der 2000er-Jahre schlief der Kinder- und Jugendrat allerdings wieder ein. Das Interesse an einer Beteiligung hatte nachgelassen.

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