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Rendsburg-Eckernförde Seebataillon trainiert Evakuierung
Region Rendsburg-Eckernförde Seebataillon trainiert Evakuierung
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15:22 30.08.2018
Von Tilmann Post
Foto: Deutsche und niederländische Kräfte treffen sich zum gemeinsamen Training.
Deutsche und niederländische Kräfte treffen sich zum gemeinsamen Training. Quelle: Matthias Letzin
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Eckernförde/Rostock

Wenn am 3. September 2018 ein Zug des Eckernförder Seebataillons im Rostocker Überseehafen eintrifft, dann haben die Soldaten keine Kreuzfahrt im Sinn. Sondern einen taktischen Auftrag im Gepäck. Die Marineinfanteristen üben gemeinsam mit dem niederländischen Unterstützungsschiff "Karel Doorman". Ein fiktives Krisengebiet muss evakuiert werden, weil sich Deutsche Staatsangehörige und Schutzbefohlene aus befreundeten Staaten darin befinden. "Schneller Adler 2018" heißt die Übung der Division Schnelle Kräfte des Deutschen Heeres.

Rund 60 spezialisierte Kräfte des Seebataillons nehmen daran teil. Bataillonskommandeur ist Fregattenkapitän Axel Meißel: "Die Übung gemeinsamer Evakuierungsoperationen mit der Division Schnelle Kräfte erhält unsere Fähigkeit, europäischen Staatsbürgern auf Abruf weltweit und unter Nutzung der See zu helfen. Dazu ein niederländisches Schiff nutzen zu können, geht nur aufgrund der Verzahnung zwischen Seebataillon und der Königlich Niederländischen Marine, insbesondere dem Korps Mariniers."

Deutsch-niederländische Zusammenarbeit seit 2016

Das mit rund 200 Metern Länge größte Schiff im Dienst der Königlich Niederländischen Marine macht vom 3. bis 6. September 2018 im Rostocker Überseehafen fest. Die Soldaten des Seebataillons trainieren in den folgenden Tagen sowohl die Evakuierung auf ein Schiff im Hafen als auch auf See. Dass sie das gemeinsam können, ist Ergebnis der deutsch-niederländischen Zusammenarbeit, die im Februar 2016 vereinbart wurde. Für die Marine sieht sie unter anderem die operative Integration zwischen dem deutschen Seebataillon und dem niederländischen Korps Mariniers vor, außerdem die gemeinsame Nutzung von Unterstützungs- und Landungsschiffen.

Beate König 30.08.2018
Torsten Müller 30.08.2018
Frank Scheer 29.08.2018