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19:08 08.01.2019
Von Cornelia Müller
Foto: Seniorenbeirat wirbt um neue Mitstreiter. Ab Sommer 2019: Manfred Schröter, Gerd Finke, Brigitte Müller-Diepenbeck, Frank Schlanske, Uwe und Inge Hansen, Rüdiger Hannemann (von links, nicht im Bild Helmut Popp).
Seniorenbeirat wirbt um neue Mitstreiter. Ab Sommer 2019: Manfred Schröter, Gerd Finke, Brigitte Müller-Diepenbeck, Frank Schlanske, Uwe und Inge Hansen, Rüdiger Hannemann (von links, nicht im Bild Helmut Popp). Quelle: Cornelia D. Mueller
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Gettorf

„Wir könnten elf Mitglieder sein“, sagen der Vorsitzende und seine Stellvertreterin Brigitte Müller-Diepenbeck. „Doch dafür hat die Zahl der Kandidaten schon vor drei Jahren nicht gereicht.“

Wer sich in dem Gremium ehrenamtlich engagiert, bringt regelmäßig Zeit ein für eigene Veranstaltungen des Beirats wie Frühstücksforen mit Vorträgen, Kulturangebote, die Senioren-Erlebniswoche mit sportlichen, kulturellen, geselligen Höhepunkten.

Wenn es um Mitsprache geht, kommen weniger Interessierte

Außerdem gibt es öffentliche Beiratssitzungen, in denen Anregungen erwünscht sind. Gleichwohl sind gerade diese Arbeitssitzungen, in denen man Anliegen und Bedürfnisse zur Sprache bringen darf, weniger gut besucht.

„In der Seniorenwoche 2018 hatten wir 250 Teilnehmer. Im Jahr haben wir über 700 Menschen erreicht“, zog Gerd Finke in der ersten öffentlichen Sitzung 2019 am Dienstag Bilanz. Darunter sind Mehrfachzählungen, weil viele mehrere Veranstaltungen wahrnehmen.

22,3 Prozent der Bürger von Gettorf sind über 65 Jahre alt

„Das zeigt uns dennoch, dass unsere Arbeit ankommt“, betont er. „Aber wir wollen nicht nur bespaßen. Wir möchten auch politisch sein – unabhängig von Parteien. Denn in Gettorf steigt der Anteil der Älteren immer weiter." Laut Statistischem Landesamt betrug der Anteil der über 65-Jährigen zuletzt 22,3 Prozent.

Erfolge verbucht der Gettorfer Beirat mit der Gremienarbeit bereits. Auf seine Initiative war die Anlaufstelle für Senioren im DRK-Haus Herrenstraße eingerichtet worden. Ende 2018 beschloss die Gemeindevertretung einmütig, den Vertrag von Leiterin Britta Sellmer zu entfristen.

Kooperation könnte Engpässe bei der Seniorenarbeit beheben

Der stellvertretende Bürgermeister Joachim Wendt Köhler (SPD) regte an, dass an der Seniorenarbeit Beteiligte näher zusammenrücken sollten, um Angebote zu koordinieren. „Mit einem Konzept kann man auch Förderung locker machen“, ist er überzeugt.

Anlass zur Sorge gibt dem Seniorenbeirat zum Beispiel die Neuorganisation des DRK in Gettorf. Der ehrenamtliche Vorstand hat sich zwar erfreulich verjüngt. Doch sind Schwerpunkte jetzt die originären Aufgaben wie Blutspenden, Bereitschaft, Erste-Hilfe-Ausbildung.

Gut besuchte DRK-Nachmittage für Senioren musste der durchgängig noch berufstätige Vorstand absagen, „weil bisher kein Mitglied mit Zeit am Nachmittag die Aufgabe übernimmt“, bedauerte Matthias Hoffmann vom Vorstand. 

Hier sehen Sie mehr Bilder von Aktivitäten des Seniorenbeirats Gettorf.
Christoph Rohde 08.01.2019
Sven Tietgen 08.01.2019
Rainer Krüger 08.01.2019