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Rendsburg-Eckernförde Sie war „Mädchen für alles“, und er belieferte die Güter
Region Rendsburg-Eckernförde Sie war „Mädchen für alles“, und er belieferte die Güter
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18:41 15.09.2009
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Krummwisch

Das war kurz nachdem Robert Stange „ein freier Mann wurde“, wie er sagt. Im Krieg verlor er im Alter von 25 Jahren seinen linken Arm und durfte die Wehrmacht verlassen. Die anschließende Hochzeitsfeier fiel gegen Ende des Zweiten Weltkrieges entsprechend schmal aus. „Wir hatte ja kaum etwas zu essen und zu trinken“, erinnert sich Hildegard Stange, und „zum Polterabend kamen die Bomben der Engländer“.

Was folgte, „war eine schwere Zeit“, sagt Robert Stange. Aus den Trümmern Kieler Wohnhäuser baute er zusammen mit seiner Frau eine kleine Bäckerei in Kleinkönigsförde. „Das meiste Baumaterial war zugeteilt. Den Rest mussten wir besorgen.“ Am 1. Mai 1949 kam der Backofen aus Hamburg, und die Stanges eröffneten wenig später ihre Bäckerei. Das erste Mehl besorgte sich Robert Stange von den Bauern der Umgebung. Fortan verdiente der gelernte Bäcker sein „erstes eigenes Geld". Im Umkreis belieferte er die Güter und Dörfer mit Brot und Brötchen, während seine Frau als „Mädchen für alles“ in der Backstube half und die drei Kinder versorgte. „Wir waren jeden Tag auf Tour.“ 25 Jahre lang. Nach einem zweiten Hausbau in Kleinkönigsförde zogen sich die Stanges 1974 in Heim und Garten zurück. Dabei war das Motto des Ehepaares immer: „Maß halten“, wie Robert Stange sagt. Dreimal war das Paar im Urlaub. Zweimal in Österreich und einmal in Spanien.

Am Mittwochwollen sie im Kreise der Familie Feiern. Drei Kinder, acht Enkel und zehn Urenkel konnten die Stanges zu ihrer eisernen Hochzeit einladen.

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