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Rendsburg-Eckernförde Mehr Zusammenarbeit mit Kiel
Region Rendsburg-Eckernförde Mehr Zusammenarbeit mit Kiel
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12:04 19.03.2018
Von Burkhard Kitzelmann
Foto: Kiel und das Umland im Dialog: Strandes SPD-Fraktionsvorsitzende Claudia Sieg und Ortsvereinsvorsitzender Thomas Behrenbruch (re.) mit dem Kieler OB Ulf Kämpfer.
Kiel und das Umland im Dialog: Strandes SPD-Fraktionsvorsitzende Claudia Sieg und Ortsvereinsvorsitzender Thomas Behrenbruch (re.) mit dem Kieler OB Ulf Kämpfer. Quelle: Burkhard Kitzelmann
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Strande

Die erst vor wenigen Wochen von 75 Bürgermeistern unterzeichnete Vereinbarung scheint längst in der öffentlichen Wahrnehmung angekommen zu sein. „Es ist voller geworden, als ich gedacht hatte“, freute sich Strandes SPD-Vorsitzender Thomas Behrenbruch.

Der Weg von Kiel nach Strande ist kurz – so kurz, dass sich die stolze Wohld-Gemeinde einst heftig dagegen wehren musste, von der Landeshauptstadt einverleibt zu werden. „In den 1950er- und 1960er-Jahren war das nachbarschaftliche Verhältnis nicht immer ganz einfach“, unterstrich Thomas Behrenbruch. Die Eingemeindung sei jedoch schon längst kein Thema mehr, sagte Ulf Kämpfer; „wir reden heute auf Augenhöhe miteinander“, ergänzte Strandes SPD-Fraktionsvorsitzende Claudia Sieg.

350000 Menschen leben in der Förde-Region

Der Gast aus Kiel malte ein positives Bild von der Förde-Region, die mit ihren 350000 Einwohnern ein „Pfund“ sei. Nirgendwo anders im Lande seien in den vergangenen Jahren so viele neue Arbeitsplätze entstanden wie in Kiel und seinem Umland. Mittlerweile gebe es in der Landeshauptstadt mehr Menschen in IT-Berufen als Werftarbeiter und Marinesoldaten.

Doch wo sollen die vielen Fachkräfte, die so dringend benötigt werden, wohnen? „Wir brauchen 3000 bis 4000 zusätzliche Wohnungen, die aber in Kiel nicht entstehen können“, sagte Kämpfer und sprach damit ein Kernthema der Kooperation in der Kieler Förde-Region an: Wohnen.

Der Dänische Wohld, so der OB, sei aufgrund seiner Lage ein „ganz wichtiger Puffer“. Dort könnten nach Kämpfers Worten Wohnbedürfnisse erfüllt werden, „die Kiel außerhalb von Düsternbrook nicht bieten kann“.

Kämpfer will mehr sozialen Wohnsbau

Gefragt aber sei vor allem sozialer Wohnungsbau. Die Umlandgemeinden, so Kämpfers Wunsch, sollten mehr auf den Geschosswohnungsbau setzen. Niemand müsse das Klientel, das in öffentliche geförderte Wohnungen einzieht, fürchten. „Das sind ganz normale Leute, junge Polizisten und Krankenschwestern“, wie der Oberbürgermeister sagte.

Satt von einer „Schicksalsgemeinschaft (Kämpfer) wollte Strandes Bürgermeister Holger Klink (CDU) lieber von einer „Region der Potenziale“ sprechen. Wichtig sei es, die eigene Identität nicht zu verlieren. „Strande ist eine Marke.“