Tafel Rendsburg: Mit neuer Leitung durch die Corona-Krise
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Tafel Rendsburg: Mit neuer Leitung durch die Corona-Krise

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11:37 27.08.2020
Von Malte Kühl
Volker Siegling und Gitta Heinze packen Lebensmittel in eine Tüte.
Volker Siegling und Gitta Heinze packen Lebensmittel in eine Tüte. Quelle: Malte kühl
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Rendsburg

„Mit Gitta Heinze und Volker Siegling konnten wir zwei bekannte Gesichter für die Positionen gewinnen“, sagte Diana Marschke, Geschäftsführerin des Diakonischen Werkes, bei dem die Rendsburger Tafel angesiedelt ist. Beide seien schon längere Zeit bei der Einrichtung als ehrenamtliche Mitarbeiter tätig. Sie übernehmen die Tätigkeit von Herbert Schauer, der sich aus persönlichen Gründen zurückgezogen hatte.

Gitta Heinze hatte 2015 als Mitarbeiterin begonnen und hat beispielsweise in der Spendenakquise geholfen und ein Handarbeitsnetzwerk aufgebaut. „Aus Woll- und Stoffresten stellen wir verschiedene kleine Kleidungsstücke her, mit denen wir Tafel-Kunden versorgen oder die wir verkaufen, sodass wir mit dem Erlös die Tafel-Arbeit unterstützen können“, sagte Gitta Heinze.

85 Helfer bei der Rendsburger Tafel

Mit Volker Siegling ist ein alter Bekannter wieder an Bord. „Ich habe schon mal die Koordination gemacht, habe mir dann aber eine Auszeit genommen“, sagte Siegling. Seit 2012 sei er nun bei der Tafel tätig, kümmere sich insbesondere um die Einteilung der Fahrer.

„Die Koordinatoren sind ein wichtiges Bindeglied zwischen den Tafel-Mitarbeitern und der Diakonie-Leitung“,meinte Diana Marschke. Schließlich gebe es etwa 85 Helfer bei der Tafel. Ansonsten arbeiteten die sechs Außenstellen größtenteils eigenständig.

Menschen dürfen nicht mehr in die Räumlichkeiten

Mit Corona hat sich auch die Arbeitsweise in den Tafeln geändert. Beispielsweise dürfen die rund 950 Menschen, die das Angebot in Anspruch nehmen, nicht mehr in die Räumlichkeiten. „Es werden nun fertige Tüten gepackt, die ausgegeben werden“, sagte Volker Siegling: Es werde genau auf Hygienevorschriften geachtet. Dadurch fehle allerdings eine wichtige Komponente in der Tafel-Arbeit – der soziale Kontakt. „Man kommt nicht mehr mit den Menschen ins Gespräch. Es ist immer schön, wenn man etwas über die Mitmenschen erfährt. Wie es ihnen geht oder in welchem Verein die Kinder nun Fußball spielen.“

Plexiglasbarrieren zum Infektionsschutz

Bereits jetzt laufen erste Gespräche, wie sich die Tafel anpassen kann. „Wenn der Herbst kommt und das Wetter schlechter wird, wollen wir die Menschen wieder in die Räume lassen“, sagte Siegling. Daran werde nun gearbeitet. So sollen Plexiglasbarrieren künftig einen Beitrag zum Infektionsschutz leisten, ein Pfeilsystem auf dem Boden soll die Besucher leiten. Wie das alles umgesetzt werden kann, werde nun entwickelt.

Die Tafel-Leitung sieht auch nach Corona viel Arbeit auf sich zukommen. „Schon jetzt haben wir eine leichte Zunahme an Tafel-Kunden“, sagte Siegling. Sollten die ersten Betriebe pleite gehen, könne dies noch stärker ansteigen. „Die Notwendigkeit der Tafel wird nicht abreißen“, meinte Diana Marschke.

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