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Rendsburg-Eckernförde Da strahlt der Junge im Manne
Region Rendsburg-Eckernförde Da strahlt der Junge im Manne
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16:06 17.08.2015
Von Cornelia Müller
Foto: Hendrik Jobst und sein Onkel Jan Köpke führen mit dem Deutz F1L 514/50 und angehängtem Pflug vor, wie man am Knick arbeitet.
Hendrik Jobst und sein Onkel Jan Köpke führen mit dem Deutz F1L 514/50 und angehängtem Pflug vor, wie man am Knick arbeitet. Quelle: Cornelia Müller
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Lindau-Revensdorf

Mehrere Stoppelfelder durften die Akteure am Sonntag umpflügen wie Anno dazumal.

Da strahlen nicht nur Kindergesichter bei der holprigen Feldrundfahrt. Auf dem Hänger wird der juchzende Nachwuchs von robusten, mindestens 30 Jahre alten motorisierten Lasteseln und ihren stolzen Fahrern umhergezogen. Hier leuchten auch Erwachsenen die Augen. „Wir pflügen mit ganz altem Gerät. Dazu kommt man sonst kaum. Deshalb sind die Treffen in Revensdorf seit 1999 ein Highlight“, berichtet Uwe Karstens, erster Vorsitzender des rührigen Oldtimer-Vereins mit 220 Mitgliedern bis nach Kiel. „Längst nicht alle von uns sind Landwirte. Wir haben sogar Ärzte dabei.“

Oder Schüler. Hendrik Jobst aus Krück in der Gemeinde Felm zum Beispiel. Der 18-Jährige ist stolzer Hüter eines Deutz F1L 514/50 mit 15 PS. Der robuste grüne Trecker Baujahr 1951, der so schön poliert ist, war der ersten Traktor seines Urgroßvaters. Den hatte er nach Krieg und Flucht aus Ostpreußen in Fredeburg bei Ratzeburg kaufen können und dann in den Wohld gebracht. „Wir sind zwar selbst nicht mehr in der Landwirtschaft tätig“, erläutern Hendriks Eltern Gitta und Kay Jobst. „Aber wir haben eine Pferdekoppel und können Gerät unterbringen. Das tolle Familienerbstück hätten wir nie weggeben.“

So fuhr nicht nur der Vater, sondern auch Hendrik schon als Dreijähriger auf dem Deutz mit. „Daraus ist mein Hobby geworden“, erzählt der junge Sammler. Seinen Pferdepflug, den man auch an den Trecker anhängen kann, hatte er im Familienurlaub auf einer Nordseeinsel erspäht. Die Eltern ließen sich überreden von dem damals nicht einmal Zehnjährigen und transportierten ihn auf dem Anhänger für die Fahrräder heim. Heute kommt er endlich mal wieder zum Einsatz. Onkel Jan Köpke fährt den Schlepper, und Hendrik führt das angehängte Gerät routiniert von Hand. „So kann man den Feldrand pflügen, ohne den Knick zu verletzen“, erklärt er.

Burkhard Kitzelmann 17.08.2015
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