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Rendsburg-Eckernförde „Unser Schlotti“ in Bordesholm: Darum verzögert sich die Eröffnung
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„Unser Schlotti“ in Bordesholm: Darum verzögert sich die Eröffnung

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17:30 29.09.2021
Von Frank Scheer
Der Graffiti-Künstler Harald Boigs wird die Fassade vom „Dorfladen am Wildhof“ in Bordesholm in dieser Form gestalten.
Der Graffiti-Künstler Harald Boigs wird die Fassade vom „Dorfladen am Wildhof“ in Bordesholm in dieser Form gestalten. Quelle: Frank Scheer
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Bordesholm

Ursprünglich sollte der Tante-Emma-Laden „Unser Schlotti“ in Bordesholm im September die Türen wieder öffnen, dann kam für die Wiedereröffnung des ehemaligen Edeka-Marktes Wriedt & Zelle der 1. Oktober ins Gespräch.

Aber auch aus dem kommenden Freitag wird nichts – erst muss der Förderverein, der mit dem Ladenumbau fertig ist und starten könnte, das Ergebnis einer Konkurrenzanalyse abwarten. Der Grafftiti-Künstler Harald Boigs hat unterdessen mit der historischen Fassadengestaltung an der Wildhofstraße begonnen.

Nach der Schließung des Edeka-Marktes zum Ende des ersten Quartals 2021 sanieren und bauen Mitglieder des Fördervereins „Unser Schlotti“ seit 26. April das Geschäft an der Wildhofstraße um. Ziel ist es, die Nahversorgung in Alt Bordesholm zu sichern.

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Und natürlich ist der Laden ein Treffpunkt. „Wir wären auch zum 1. Oktober startklar“, sagte Ulrich Schuster, einer der beiden Geschäftsführer der gegründeten Dorfladen am Wildhof GmbH. Es laufe aber noch ein Förderantrag, bei dem es um eine Menge Geld gehe. Und für eine Entscheidung ist eine Konkurrenzanalyse notwendig. Am Mittwoch war der Gutachter in Bordesholm. Details dazu wurden nicht bekannt.

Christoph Fischer (von links), Ulrich Schuster und Susanne van den Bergh stehen im neu gestalteten Ladengeschäft. Quelle: Frank Scheer

Über einen neuen Eröffnungstermin will Ulrich Schuster nicht mehr spekulieren. Sicher ist: Die Türen werden sich nicht vor Mitte November oder Anfang Dezember öffnen können.

Der Graffiti-Künstler Harald Boigs hat mit der Fassadengestaltung zur Straße begonnen. Quelle: Frank Scheer

Christoph Fischer, eines der 55 Mitglieder des Fördervereins, hat nach Angaben der Vorsitzenden Susanne van den Bergh maßgeblich mit für den schnellen Sanierungsfortschritt gesorgt. „Am letzten Freitag absolvierte er seine 500. freiwillige Arbeitsstunde hier.“

Fischer, der im Februar auf die Schließung und den damit verbundenen Verlust aufmerksam gemacht und die Gründung eines Vereins angeschoben hatte, möchte lieber heute als morgen eröffnen. „Viele Menschen warten darauf.“

Beim Umbau habe man auf eine Mischung von Nostalgie und Neuem geachtet. „Eine alte Klosterbank zum Ausruhen wird von Uli Bernhardt aus Brügge gestiftet“, erzählte er. Zudem durchflutet Licht das Geschäft dank eines neuen Fensters. Freigelegte Holzbalken in der Decke sind ein Hingucker.

Auf einer Leiter vorm Laden arbeitet der Graffiti-Künstler Harald Boigs aus Bordesholm. Er hat mit der Fassadengestaltung begonnen. Zum Teil werden die ehemaligen Fenster nur bildlich dargestellt. Über dem Eingang wird auf die Ladeneröffnung 1906 hingewiesen. Lotto- und Postservice werden laut Schuster fortgesetzt. Zudem habe man mit zahlreichen regionalen Firmen eine Zusammenarbeit vereinbart.

Details dazu wollte Schuster noch nicht verraten. Zudem will der Verein auch einen Lieferservice anbieten. Per E-Lastenrad sollen die Waren nach Hause gebracht werden. Neue Mitglieder im Förderverein sind willkommen. Infos dazu erteilt Susanne van den Bergh, Tel. 0178/3035034.

Marc R. Hofmann 29.09.2021
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