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Rendsburg-Eckernförde Ministerin: Es bleibt bei acht U-Booten
Region Rendsburg-Eckernförde Ministerin: Es bleibt bei acht U-Booten
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12:07 14.05.2019
Von Tilmann Post
Foto: Absehbar acht U-Boote - mehr sind für die Deutsche Marine nicht vorgesehen. Das machte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nun noch einmal deutlich, nachdem ein Ruf nach mehr Booten laut geworden war.
Absehbar acht U-Boote - mehr sind für die Deutsche Marine nicht vorgesehen. Das machte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nun noch einmal deutlich, nachdem ein Ruf nach mehr Booten laut geworden war. Quelle: Frank Behling
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Eckernförde

Innerhalb der kommenden zehn Jahre soll das Geschwader von derzeit sechs auf acht U-Boote aufgestockt werden. Mehr Einheiten werden nicht angeschafft - das hat die Verteidigungsministerin jetzt zumindest auf eine Anfrage des SPD-Bundestagsabegeordneten Sönke Rix klargestellt.

Fregattenkapitän Timo Cordes, Chef des 1. U-Boot-Geschwaders, hatte Anfang April bekräftigt, dass die Untersee-Flotte der Deutschen Marine zu klein ist, sowohl zur Nachwuchsgewinnung als auch im internationalen Vergleich. Daraufhin bat der Eckernförder Abgeordnete Sönke Rix die Verteidigungsministerin um eine Stellungnahme zur langfristigen U-Boot-Strategie der Bundeswehr.

U-Boot-Bau nationale Schlüsseltechnologie

In ihrer Antwort erklärt Ursula von der Leyen (CDU), dass die Deutsche Marine derzeit über sechs U-Boote verfügt. „Im Fähigkeitsprofil der Bundeswehr ist im Einklang mit den durch Deutschland akzeptierten Nato-Planungszielen ein Aufwuchs um zwei weitere U-Boote auf einen Gesamtbestand von dann acht U-Booten vorgesehen“, heißt es in dem Schreiben weiter.

Damit spricht von der Leyen die Kooperation mit Norwegen an, in der gemeinsam sechs Einheiten beschafft werden – vier von den Skandinaviern, zwei von Deutschland. „Damit wird perspektivisch auch ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt des U-Boot-Baus als nationalem Schlüsseltechnologiefeld sowie zur Förderung europäischer Ansätze bei Forschung, Entwicklung und gemeinsame Nutzung von Fähigkeiten geleistet“, so von der Leyen.

Heimathafen bleibt Eckernförde

Timo Cordes hatte im April mit Blick auf die Geschwader-Größe von einem „strategischen Problem“ gesprochen. „Aus meiner persönlichen Sicht sollten wir in Deutschland auf zwölf Boote aufwachsen“, so der Kommandeur damals. Die Entscheidung darüber liege zwar bei den politischen Mandatsträgern, aber im Interesse kontinuierlichen Nachwuchses und der gestiegenen Bündnisanforderungen reichten auch acht U-Boote nicht aus.

Das beeindruckt Ursula von der Leyen nicht. „Ein über einen Gesamtbestand von acht U-Booten hinausgehender Aufwuchs ist derzeit nicht geplant“, schreibt sie an Sönke Rix. Der Standort im Ostseebad ist aber offenbar sicher: „Heimathafen aller U-Boote der Deutschen Marine wird nach derzeitigen Planungen unverändert Eckernförde sein.“

Die Verteidigungsministerin hatte den Stützpunkt zuletzt im August 2017 gemeinsam mit ihrer norwegischen Amtskollegin Ine Marie Eriksen Søreide besucht. Bereits damals sprach sie angesichts der geplanten Investitionen von einem „Standort mit Zukunft“. Zuletzt

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Hier sehen Sie das Auslaufen des U-Boots aus Eckernförde.
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