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Segeberg Land sorgt sich um die Innenstadt
Region Segeberg Land sorgt sich um die Innenstadt
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06:00 19.02.2019
Von Einar Behn
Foto: Lidl und Edeka an der Hamburger Straße wollen mehr Verkaufsfläche haben. Aber geht das auf Kosten der Innenstadt?
Lidl und Edeka an der Hamburger Straße wollen mehr Verkaufsfläche haben. Aber geht das auf Kosten der Innenstadt? Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Beide Märkte gehören den in Neckarsulm ansässigen Lebensmitteldiscounter Lidl, Edeka ist Pächter des 2014 gebauten Gebäudes. Beide Märkte sollen nun erweitert werden, insgesamt um 720 Quadratmeter. Das Einkaufszentrum liegt am südlichen Ortsausgang von Bad Bramstedt. Neben Lidl und Edeka gibt es dort auch noch den Non-Food-Discounter Action, einen Matratzendiscounter, einen Fischladen und seit letztem Jahr auch eine italienische Eisdiele. Wächst dort ein zweites Stadtzentrum heran?

Gutachten hatte Bauherr in Auftrag gegeben

Als das Erweiterungsvorhaben im April 2018 erstmals im Planungsausschuss der Stadt vorgestellt wurden, hatte Lidl ein Gutachten präsentiert, demzufolge nicht mit einem Abzug von Kaufkraft aus der Innenstadt zu rechnen ist. Üblicherweise werden solche Gutachten allerdings nicht vom Bauherren sondern wegen der Unabhängigkeit von der Stadt in Auftrag gegeben. Doch das hinderte den Planungsausschuss damals nicht daran, die erforderliche Änderung des Bebauungsplanes in Angriff zu nehmen. Zu diesem Verfahren gehört auch die Anhörung von „Trägern öffentlicher Belange“, das sind Behörden, Umweltverbände, Versorgungsunternehmen. Vor allem das dem Innenministerium nachgeordnete Landesplanungsamt meldet, mittlerweile zum wiederholten Mal, erhebliche Bedenken an. 

Rewe könnte unter Druck geraten

Beeinträchtigt wird nach Ansicht der Behörde vor allem der Rewe-Verbrauchermarkt im Landweg. Das Landesplanungsamt bezweifelt, ob die Kaufkraft in Bad Bramstedt tatsächlich so stark gestiegen sei, dass von den Erweitungsplänen keine Kunden vom Rewe-Markt abzogen werden. Rewe nämlich liegt im „Zentralen Versorgungsbereich“, womit die erweiterte Innenstadt und die alten Wohngebiete gemeint sind, und habe eine „Ankerfunktion“. Soll heißen: Rewe bringt Kunden in die Innenstadt wovon auch die anderen kleineren Läden profitieren.

Die Stadt hat die Bedenken bisher zurückgewiesen. Am Montag, 25. Februar (19 Uhr, Schloss), wird sich der städtische Planungsausschuss wieder mit dem Thema befassen. Das Innenministerium erklärte, bei der Stellungsnahme der Landesplanung handele es sich um eine Empfehlung, die aber rechtlich nicht verbindlich für die Stadt sei. 

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