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Segeberg Rekordschulden trotz hoher Einnahmen
Region Segeberg Rekordschulden trotz hoher Einnahmen
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20:07 05.12.2018
Von Einar Behn
Foto: Stefan Brumm mahnte, nicht jedem Wunsch nachzugeben.
Stefan Brumm mahnte, nicht jedem Wunsch nachzugeben. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Die Stadt wird nach Berechnungen von Brumm im kommenden Jahr 4,2 Millionen Euro mehr einnehmen als in 2017, dem letzten bereits abgerechneten Haushaltsjahr. Die Ausgaben steigen aber in den nächsten zwölf Monaten gegenüber 2017 um 6,2 Millionen Euro. Im gleichen Maß wird auch die Verschuldung steigen: von 7,2 auf 13,4 Millionen Euro, fast eine Verdoppelung.

Brumm sagte, es sei nicht einmal sicher, ob Ende 2019 wirklich ein kleiner Überschuss von 6900 Euro anfällt, wie ihn Stadtkämmerer Gerhard Jörck vorausberechnet hat. „Als realistische Kaufleute müssen wir noch mit erhöhten Planungs- und Baukosten rechnen.“ Das könnte beispielsweise auf den Landweg zutreffen, der im kommenden Jahr saniert werden soll.

Sozialausgaben steigen um 44 Prozent

Brumm rechnete weiter vor, dass die Personalkosten gegenüber 2017 um 22 Prozent steigen werden. Auch im kommenden Jahr wächst der Stellenplan der Stadt erneut. Im Rathaus soll eine Sachbearbeiterin eingestellt werden, im Jugendzentrum eine Erzieherin. Möglicherweise kommt auch noch eine Streetworkerin hinzu, die sich um problematische Jugendliche kümmern soll. „Wir müssen davon Abstand nehmen, alles Wünschenswerte zu beschließen, sondern uns auf das Notwendige und die wichtigsten freiwilligen Maßnahmen konzentrieren“, so der CDU-Fraktionschef. Auch die Sozialausgaben dürften kein Tabu sein. Nach Brumms Berechnungen steigen sie von Ende 2017 bis Ende 2019 um 44 Prozent. Hauptgrund dafür ist die ständig steigende Zahl an Kitaplätzen.

Schlosswiese bleibt im Haushalt

Dass die Stadtfinanzen längst nicht aus dem Schneider sind, sahen auch die anderen Parteien so. Zu großen Einsparungen konnte sich der Finanzausschuss, einschließlich der CDU, aber auch nicht durchringen. Im Gegenteil: Die Bauausschuss hatte am Montag noch beschlossen, die 200.000 Euro für die Umgestaltung der Schlosswiese auf 2020 zu schieben. Der Finanzausschuss kassierte den Beschluss einen Tag später wieder ein.

05.12.2018
Nicole Scholmann 05.12.2018
Markus Weber 05.12.2018