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Segeberg Schützenhof weicht für Wohnbauprojekt
Region Segeberg Schützenhof weicht für Wohnbauprojekt
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06:00 01.02.2019
Von Michael Stamp
Foto: Der Schützenhof Dill in Bad Segeberg soll zu Gunsten von Wohnhäusern abgerissen werden.
Der Schützenhof Dill in Bad Segeberg soll zu Gunsten von Wohnhäusern abgerissen werden. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

In der Stadtvertretersitzung am Dienstag, 5. Februar, soll der entsprechende Bebauungsplan angeschoben werden. Als Bauherren stehen zwei Brüder hinter dem Projekt: Der Stipsdorfer Sebastian Hoppe ist Eigentümer einer Fachfirma für Sanitär- und Heiztechnik; Yannick Hoppe führt das Skoda-Autohaus Eggers in Bad Segeberg.

Bis ins Jahr 1806 lässt sich die Familienchronik der Dills und deren Arbeit im Schützenhof zurückverfolgen. Seine größte Zeit erlebte das Lokal nach dem Zweiten Weltkrieg. Inzwischen sind die Jahrzehnte über den Betrieb mit seiner gutbürgerlichen Küche hinweggegangen; und die großen Feste, die dort einst im rustikalen Saal gefeiert wurden, gibt es in dieser Form nicht mehr.

Mit der Planung des Bauvorhabens wurde der Bad Segeberger Bernd Löhmann betraut. Insgesamt sollen 9 700 Quadratmeter Fläche überplant werden, wie Löhmann im Gespräch mit der Segeberger Zeitung erklärte. Neben dem Schützenhofgelände liegt nämlich eine unbebaute Wiese, die Renate Hoppe gehört – der Mutter der beiden Investoren.

47 Wohnungen von 55 bis 90 Quadratmeter Größe

Löhmann hat der Kommunalpolitik eine grobe Vorabplanung auf den Tisch gelegt. Darin sind vier Wohnhäuser vorgesehen – drei mit jeweils neun Wohneinheiten und ein größeres Gebäude mit weiteren 20 Wohnungen. Insgesamt sollen also 47 Wohneinheiten entstehen, die 55 bis 90 Quadratmeter groß und allesamt vermietet werden. „Das wird eine lockere Bebauung“, erläutert Löhmann.

Die Häuser sollen über zwei Voll- und ein zurückgesetztes Staffelgeschoss verfügen. „Die bleiben von der Höhe her bei unter 10 Metern“, betont Löhmann. Vermutlich werde man (ein Flachdach vorausgesetzt) bei 9,50 Metern landen. 

Schützenhof kann 2019 und 2020 noch offen bleiben

Bei den Parkplätzen rechnet er mit 1,5 pro Wohnung – insgesamt gut 70 Stück in Form von Garagen, Carports und offenen Stellflächen. Die Plätze für die Mülltonnen werden in Form kleiner Häuschen entstehen. „Damit da nichts durch die Gegend fliegt“, erläutert der Planer. Auch werde es Fahrradschuppen geben.

Erreichbar sind die Häuser über eine Straße, die zwischen dem jetzigen Schützenhof und der benachbarten Einkaufspassage hindurch führt. Die neue Straße endet in einem Wendehammer mit Begrünung in der Mitte.

Im Jahr 2019 wird der Schützenhof seinen Betrieb noch fortsetzen können – und vermutlich auch 2020. Löhmann: „Wir können ja hinten mit dem Bauen anfangen und reißen den Schützenhof als Letztes weg.“ 

Gunnar Müller 31.01.2019
Gunnar Müller 31.01.2019
Detlef Dreessen 31.01.2019