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Segeberg Feuerwehr Bark wurde am Wochenende zum Impfzentrum
Region Segeberg

Bark lässt sich gegen Corona impfen - Feuerwehrhaus wurde Impfzentrum

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18:27 12.12.2021
Von Klaus J. Harm
"Bark lässt sich impfen", lautete das Motto am Sonnabend bei der Feuerwehr. Auch Thomas B. ließ sich von Arzthelferin Daniela Gebel die Spritze in den Oberarm geben.
"Bark lässt sich impfen", lautete das Motto am Sonnabend bei der Feuerwehr. Auch Thomas B. ließ sich von Arzthelferin Daniela Gebel die Spritze in den Oberarm geben. Quelle: Klaus J. Harm
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Bark

Wenn das Land es nicht schafft, flächendeckend Impfangebote zu schaffen: In den kleinen Dörfern im Kreis helfen sich die Menschen selbst beim Impfen. Nach Rohlstorf in der Vorwoche und Kisdorf an diesem Wochenende, wurde auch in Bark erfolgreich geboostert. Auch einige Erstimpfungen wurden vergeben.

Impfaktion auf dem Dorf: Bark lässt sich impfen

Barks Bürgermeister Bastian Wortmeier ist befreundet mit der Ärztin Meike Küstner von der Praxis am Kalkberg in Bad Segeberg. Und so wurde am Sonnabend aus dem Feuerwehrhaus im Ortsteil Bark ein kleines Impfzentrum. Eingeladen hatte der Bürgermeister mit einer Postwurfsendung mit dem Titel „Bark lässt sich impfen“.

Das Feuerwehrhaus in Bark wurde am Sonnabend zu einem kleinen Impfzentrum. Per Postwurfsendung wurden die Bürger eingeladen. 200 Menschen nutzten die Aktion.

Danach begann die Telefoniererei: 200 Menschen hatten sich gemeldet und mussten in eine Reihenfolge gebracht werden. Jeder von ihnen bekam einen Termin, angefangen um 14 Uhr und dann jeweils eine Minute und 30 Sekunden später. Rechnerisch ergab das dann fünf Stunden, um alle 200 zu impfen. „Wir machen aber auch weiter, bis alle geimpft sind“, erklärte Bastian Wortmeier zu Beginn der Aktion.

Mit acht Ehrenamtlichen der Feuerwehr wurde ein Ringverkehr aufgebaut: Im Besprechungsraum wurden die Bürger registriert und mit Sichtschutzwänden eine Impfkabine abgeteilt. Danach ging es durchs Freie in die Garage, in der die Impflinge noch 15 Minuten unter Aufsicht abwarten mussten. „Zu Anfang waren noch zu viele auf einmal da“, berichtete der Bürgermeister, „dann aber lief es wie am Schnürchen.“

Feuerwehrhaus in Bark wurde zum Impfzentrum

Ärztin Meike Küstner hatte die drei Arzthelfer und Arzthelferinnen Daniela Gebel, Anton Andreae und Katja Baumann sowie den Notfallsanitäter Florian Rubach mitgebracht. Vom Biontech-Serum hatte sie genug bekommen, um auch die Jüngeren impfen zu können, die anderen bekamen den Moderna-Impfstoff. Zwischen zwölf und 85 Jahre alt waren die Impflinge. Und mit sechs Prozent, also 12 Personen, waren auch die Erstgeimpften stark vertreten in Bark.

„Viele ältere Barker sind ja nicht ganz so mobil“, erklärte der Bürgermeister die Idee einer Impfaktion im Dorf. „Außerdem würde ich auch nicht gerne selbst stundenlang in der Kälte anstehen wollen.“

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Die Boosterimpfung holte sich Thomas B. ab – der seinen Nachnamen nicht öffentlich lesen möchte. Er war mit der ganzen Familie gekommen und freute sich über den Service im Dorf. Begeistert von der Aktion war auch Feuerwehrmann Jürgen Haupt, der dafür sorgte, dass jeder den richtigen Weg fand: „Das ist eine tolle Idee und es macht richtig Spaß, hier mitzumachen.“ Und so dürften nun von den 950 Einwohnern aus den Ortsteilen Bark, Bockhorn und Schafhaus alle, die es wollen, geimpft oder geboostert sein.

Klaus-Ulrich Tödter 12.12.2021
Nicole Scholmann 12.12.2021