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Segeberg Blüh-Patenschaften helfen Bienen
Region Segeberg Blüh-Patenschaften helfen Bienen
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12:49 21.03.2019
Von Gunnar Müller
Foto: Frank Thies möchte den Bienen - die noch in ihren grünen Kisten verharren - mehr Blühfläche bieten.
Frank Thies möchte den Bienen - die noch in ihren grünen Kisten verharren - mehr Blühfläche bieten. Quelle: Gunnar Müller
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„Der letztendliche Ausschlag für die Idee gab Ende letzten Jahres die erfolgreiche Petition in Bayern, die Artenvielfalt zu erhöhen“, erklärt der Nützener Landwirt. Gegen eine Aufwandspauschale für Saatgut und Flächenausgleich – und ab einer Fläche von je 100 Quadratmetern – könne man Pate werden. 1000 Quadratmeter Mindestgröße sollte die Blühwiese mindestens umfassen, um das Projekt zu starten – inzwischen sind bereits rund 5.000 Quadratmeter (fast die Größe eines Fußballfeldes) vergeben. Viel Platz für die bald blühenden Wildblumen, die in den kommenden Monaten Honigbienen und viele weitere Insekten anlocken sollen.

Bienen haben ein Jahr ihre eigene Blühfläche

„Nach der Saat bleibt die Blühfläche komplett sich selbst überlassen.“ Eine Mahd solle dann erst Anfang des Winters erfolgen. Schon alleine wegen möglicher Wildtiere, die in der Blühfläche ebenfalls Schutz gesucht haben. Bis dahin sei die Blumen-Mischung jedoch so abgestimmt, dass das ganze Jahr hindurch immer wieder Blumen blühen, den Bienen Nahrung geben und andere Pflanzen – selbst die abgestorbenen – ihnen wiederum Unterschlupf bieten.

Bienen sammeln für Nützener Honig

„Die Blühfläche wird auch weder mineralisch gedüngt, noch mit Pflanzenschutz behandelt.“ Und könne, so Frank Thies, jederzeit besichtigt werden. Zumindest vom Wegesrand, um die Blumen nicht zu zertrampeln. Auf der Wiese selbst werden fleißige Bienchen Nützener Honig sammeln. „Das Wetter können wir leider nicht beeinflussen“, erläutert der 34-Jährige. Denn eine Bewässerung könne auf der Fläche nicht durchgeführt werden – und sei ökologisch auch wenig sinnvoll. Für bis zu 24.000 Quadratmeter könnten Patenschaften übernommen werden (zu 20 Cent pro Quadratmeter) – auf dem Rest werde Mais angebaut.

Wo also gerade noch ein grüner Rasen-Teppich sanft auf dem Acker liegt, auf dem im vergangenen Jahr der Landwirt noch Getreide angebaut hatte, könnte bald schon ein farbenprächtiges und nützliches Blütenmeer entstehen.

Kontakt für eine Blüh-Patenschaft

Wer sich für eine Patenschaft für einen Teil der Blühfläche interessiert, kann sich bis Montag, 1. April, an Frank Thies unter Telefon 0174/ 6891394 (auch als WhatsApp-Nachricht) wenden.

21.03.2019
Nicole Scholmann 21.03.2019