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Segeberg Gute Zensur für VHS Bad Bramstedt: 49 von 51 Punkten erreicht
Region Segeberg

Gute Zensur für Volkshochschule Bad Bramstedt: 49 von 51 Punkte erreicht

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08:03 24.12.2021
Von Einar Behn
Franziska Frahm-Fischer und Sonja Köfer nahmen erfreut die Zertifizierungsurkunde von Karsten Schneider entgegen.
Franziska Frahm-Fischer und Sonja Köfer nahmen erfreut die Zertifizierungsurkunde von Karsten Schneider entgegen. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

„Qualität testiert“, steht auf der Urkunde, die der Direktor des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holstein, Karsten Schneider, Sonja Köfer und Franziska Frahm-Fischer überreichte. Die beiden Frauen von der Volkshochschule Bad Bramstedt können nun stolz darauf verweisen, dass ihre Bildungsstätte in einem Test 49 von 51 möglichen Punkten erreicht hat. Corona hat aber auch bei der VHS Spuren hinterlassen.

Alle vier Jahre unterzieht der Landesverband seine 150 Volkshochschulen in Schleswig-Holstein einer Qualitätsprüfung. Begutachterin Monika Peters kontrolliert dann die Seminarräume, bewertet das Programmheft, prüft die Honorarregeln und vieles mehr. Insgesamt 51 Qualitätsmerkmale werden geprüft. In Bad Bramstedt kam Monika Peters zu dem Ergebnis, dass 49 Merkmale erfüllt sind. Bemängelt wurde nur, dass es keine einheitlichen, nachlesbaren Honorarsätze für die Dozenten gibt, und „auch bei der Fortbildung könnte noch nachgebessert werden“, sagte die Prüferin.

Helle Räume statt kleiner Kammer

49 Punkte seien ein sehr gutes Ergebnis, lobte Direktor Schneider. Was ihm besonders positiv auffiel, waren die neuen Räume im Haus der VR Bank in Holstein. 2017, als die VHS Bad Bramstedt das letzte Mal zertifiziert wurde, saß die damalige Geschäftsführerin Sabine Ockert noch in einer winzigen Kammer im Kulturhaus „Alte Schule“ und hatte nur einen Seminarraum zu Verfügung. Nun verfügt die Bildungseinrichtung über großzügige, helle Räume, die die Stadt für sie angemietet hat.

Auch personell hat sich die VHS neu aufgestellt. Sabine Ockert war vor einem Jahr in den Ruhestand gegangen, ihr folgte als Geschäftsführerin Sonja Köfer nach. Und als ehrenamtliche Vorsitzende löste die Grundschulrektorin Franziska Frahm-Fischer Bürgervorsteherin Annegret Mißfeldt ab. „Eine reife Leistung, dass die Volkshochschule die vielen Veränderungen so gut bewältigt hat“, meint Schneider.

Erst seit Herbst wieder VHS-Unterricht

Im Corona-Jahr 2021 war auch die Volkshochschule vom Lockdown betroffen. Erst im Herbst konnte der Lehrbetrieb wieder aufgenommen werden, und das nur unter strikten Vorgaben. In den eigenen Seminarräumen dürfen maximal sechs Kursteilnehmer gleichzeitig unterrichtet werden, in den Klassenräumen der örtlichen Schulen, die die VHS abends nutzt, höchsten zwölf.

Dem Verein Volkshochschule Bad Bramstedt fehlen dadurch erhebliche Einnahmen, weshalb er auch in den politischen Gremien der Stadt schon um Hilfe gebeten hatte. Geschäftsführerin Köfer konnte nun aber verkünden, dass die zusätzliche Unterstützung nicht in Anspruch genommen werden muss. Die VHS komme mit den gut 21.000 Euro aus, die die Stadt dem Verein alljährlich zur Verfügung stellt.

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Die eintrittsfreien Fotoreportagen, die die VHS früher montags im Schloss und donnerstags im Kurhaustheater ausrichtete, wird es so schnell nicht mehr geben, und das nicht nur wegen Corona. „Für die Vorträge im Theater hatte der Theaterverein die Honorare der Dozenten übernommen“, erklärte Köfer. „Weil der Verein aufgelöst wurde, fehlt uns nun das Geld.“ Und ob die Volkshochschule im neuen Veranstaltungskonzept der Stadt für das Theater berücksichtigt werde, sei nicht absehbar.

Gerrit Sponholz 23.12.2021
Nicole Scholmann 23.12.2021
Nicole Scholmann 23.12.2021