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Segeberg Kaltenkirchens Bürgermeister richtet Impfzentrums-Appell an Minister Garg
Region Segeberg

Impfzentrum in Kaltenkirchen: Bürgermeister Krause appelliert an Minister Garg

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15:00 26.11.2021
Von Nicole Scholmann
Bürgermeister Hanno Krause aus Kaltenkirchen fordert ein neues Impfzentrum für seine Stadt und hat an Minister Heiner Garg appelliert.
Bürgermeister Hanno Krause aus Kaltenkirchen fordert ein neues Impfzentrum für seine Stadt und hat an Minister Heiner Garg appelliert. Quelle: Archiv
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Kaltenkirchen

In einem Schreiben an Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg sowie an die KVSH hat Bürgermeister Hanno Krause eindringlich an den Kieler Minister und die Verantwortlichen appelliert, in Kaltenkirchen wieder ein Corona-Impfzentrum einzurichten – und das so schnell wie möglich.

Die Stadt Kaltenkirchen habe in diesem Jahr über ein voll funktionsfähiges Impfzentrum mit einer guten Auslastung verfügt. „Der Bedarf war offenkundig. Leider wurde dieses Impfzentrum geschlossen“, schreibt Krause. Die aktuelle Situation mit immer neuen Höchstständen bei den Neuinfektionen verlange es, dass „für Kaltenkirchen kurzfristig ein Impfzentrum eingerichtet wird“.

Nur zwei Impfzentren im Landkreis seien zu wenig

Die Impfzentren in Bad Segeberg und Norderstedt – die einzigen im Kreis Segeberg außerhalb der Arztpraxen – können nach Meinung von Kaltenkirchens Bürgermeister Krause den Bedarf des Mittelzentrums Kaltenkirchen nicht abdecken. Das Mittelzentrum umfasse gut 60.000 Menschen. „Es wird von allen Seiten die Bevölkerung aufgerufen, sich impfen zu lassen, um der Pandemie wirksamer zu begegnen. Um dieses letztendlich zu ermöglichen, müssen die dafür notwendigen Voraussetzungen geschaffen werden und dies schnellstmöglich“, betont Krause.

 

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Er weist darauf hin, dass das Unternehmen Famila sich bereit erklärt habe, die Räume zur Verfügung zu stellen. Im Ohlandpark waren im leerstehenden Aldi-Markt bereits mehrfach mobile Impfteams vor Ort. Und mussten mit einem wahren Ansturm an Impfwilligen umgehen.

Bürgervorsteher Scheiwe weist auf Überlastung der Ärzte hin

Seit Montag gibt es in dem leeren Supermarkt ein festes Corona-Testzentrum. Platz fürs Impfen, das zeigte sich beim Ortstermin, ist reichlich vorhanden. Auch Bürgervorsteher Hans-Jürgen Scheiwe setzt sich nach eigenen Angaben im Namen der Kaltenkirchener Politik dafür ein, dass es in seiner Stadt den Piks, egal ob Erst-, Zweit- oder Boosterimpfung, zentral im Ohlandpark geben kann. „Die Hausärzte kommen doch gar nicht hinterher mit dem Impfen“, betont Scheiwe.

Bürgermeister Krause fordert dauerhaftes Impfzentrum

„In Verantwortung zur Eindämmung der Pandemie bitte ich Sie kurzfristig, in den genannten Räumlichkeiten ein Impfzentrum einzurichten und dies nicht nur für wenige Tage, sondern für mehrere Monate“, so die fast flehende Bitte von Bürgermeister Hanno Krause.

Gesundheitsministerium widerspricht dem Bürgermeister

Marius Livschütz, Sprecher von Gesundheitsminister Garg, verneint eine Verantwortlichkeit der Landesregierung für die Standorte von Impfzentren. „Die Standorte für die stationären Impfstellen wurden auf Bitten des Landes durch die Kreise und kreisfreien Städte benannt“, stellte er klar. Am 10. November seien die Kreise und kreisfreien Städte gebeten worden, dem Land mögliche Räume für die Impfstellen zu benennen. Am 15. November, so Livschütz, habe der Kreis Segeberg die Liegenschaften in Bad Segeberg und Norderstedt benannt. „Kritik an der Standortauswahl wäre an den Kreis zu richten“, betont Livschütz.

Dem gegenüber steht die Aussage von Kaltenkirchens Bürgermeister Hanno Krause. Er habe laufend Besprechungen mit Landrat Jan Peter Schröder, „und wir sind einer Meinung“, betont Krause. Aber: „Wir treffen leider nicht die Entscheidungen.“

Nicole Scholmann 26.11.2021
Gerrit Sponholz 25.11.2021