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Segeberg Buchen sollen Wald wieder fit machen
Region Segeberg Buchen sollen Wald wieder fit machen
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06:00 19.12.2018
Von Einar Behn
Foto: 2500 Buchen ließ Jan Uwe Bornhöft zwischen die Fichten und Kiefern pflanzen.
2500 Buchen ließ Jan Uwe Bornhöft zwischen die Fichten und Kiefern pflanzen. Quelle: Einar Behn
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Bad Bramstedt

Vor 14 Jahren wurde in dem Wald im Ortsteil Holm erstmals Borkenkäferbefall festgestellt. Die in Boostedt ansässige Forstbetriebsgemeinschaft Segeberg fällte im Auftrag von Bornhöft die befallenen Fichten und Kiefern. Statt ihrer wurden rund 1000 Rotbuchen gepflanzt. „Wir haben damit den ökologischen Waldumbau begonnen“, erinnert sich Axel Koch, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft. 

Im letzten Winter waren dann durch Stürme in einem weiteren Abschnitt des Waldes Fichten umgefallen. Durch den ungewöhnlich trockenen Sommer konnte sich auch der Borkenkäfer erneut ausbreiten. Für Waldbesitzer Bornhöft waren dies Gründe, auch in diesem Bereich für einen ökologisch besseren Wald zu sorgen. 

Nur zwei Tage dauerten die Waldarbeiten

Koch kennzeichnete jeden einzelnen Baum, der aus dem Wald entnommen werden sollte. Der Harvester, ein Gerät, das Bäume in einem Arbeitsgang fällt und zersägt, brauchte nur einen Tag für die Arbeit. Dann wurden zwischen die stehen gelassenen Fichten und Kiefern rund 1500 Rotbuchen gepflanzt. Die etwa 1,60 Meter großen Bäumchen wurden mit einem kleinen Bagger mit spezieller Vorrichtung automatisch gesetzt. „Das hat 30 Sekunden pro Baum gedauert“, hat Bornhöft gemessen. Nach zwei Tagem waren die Waldarbeiter wieder verschwunden. Zurück ließen sie gemulchte Äste, Zweige und Rinde, die nun für einen gesunden Waldboden sorgen sollen. 

Rotbuchen sind für Forstfachmann Koch erste Wahl: „Durch ihr Laub verbessern sie den Boden und trotzen den Stürmen.“ Durch die herabfallenden Bucheckern sorgen sie zudem für die nächste Waldgeneration. 

Bornhöft hatte das Wäldchen an der unteren Osterau vor rund 40 Jahren gekauft, „aus Spaß an der Natur“ wie er sagt. Viel Geld lässt sich damit nicht verdienen. Die Buchen brauchen Jahrzehnte um groß zu werden. Aber darum geht es dem Bad Bramstedter auch nicht. „Es macht mich einfach stolz, solch einen Wald zu besitzen und zu pflegen“, sagt er. 

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