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Segeberg Neuer Rettungsdienst zum Jahreswechsel
Region Segeberg Neuer Rettungsdienst zum Jahreswechsel
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17:17 28.12.2018
Von Gerrit Sponholz
Foto: Die RKiSH ist eine Organisation von fünf Landkreisen, darunter Segeberg.
Die RKiSH ist eine Organisation von fünf Landkreisen, darunter Segeberg. Quelle: RKiSH
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Bad Segeberg

So hatte es der Kreis vor Monaten entschieden, der sich aus einem schwierigen Vertragskonstrukt mit den bisherigen Dienstleistern verabschieden wollte. 

Deutsches Rotes Kreuz (DRK) und Krankentransporte, Behinderten- und Altenhilfe (KBA) in Norderstedt hatten sich lange gegen die Kündigung gewehrt, auch vor Gericht. Doch vor einigen Monaten wurde der Widerstand aufgegeben. 

"Betrieb ist sichergestellt"

„Damit ist der Betrieb des Rettungsdienstes ab 2019 sichergestellt“, sagt Christian Mandel, Pressesprecher der RKiSH, einem Verbund von fünf Holsteiner Kreisen. Mit dem DRK hatte RKiSH bereits im November die Überleitung des DRK-Personals zur RKiSH vereinbart. Fast alle hätten zur RKiSH wechseln wollen, sagt Mandel. 

Nun einigten sich DRK und RKiSH auch über die Übernahme der Rettungsfahrzeuge und der bisherigen DRK-Rettungswachen. Geregelt wurde auch, wie die ehrenamtlichen DRK-Kräfte in den Schnell-Einsatz-Gruppen (SEG) bei größeren Notfallereignissen eingebunden werden können, wenn die Kräfte der RKiSH nicht reichen. 

Der überwiegende Teil der DRK-Rettungsfahrzeuge wird vollausgestattet von der RKiSH übernommen.

Auch Rettungswachen wechseln den Besitzer

Der Kreis Segeberg hat die Rettungswachen in Bad Bramstedt, Bornhöved und Seedorf-Berlin vom DRK gekauft und vermietet sie an die RKiSH weiter. Ab 2019 werden diese und die Wachen, die bereits im Besitz des Kreises waren, bedarfsgerecht aus- oder umgebaut. 

Auch mit dem KBA, der bislang den Rettungsdienst in Norderstedt abdeckte, gab es Verhandlungen. Alle Mitarbeiter haben von der RKiSH Übernahmeangebote erhalten, bestätigt Ingo Lender, Vorsitzender des Vereins KBA, hinter dem der mächtige Falck-Konzern aus Dänemark steckt. „Ich gehe davon aus, dass die wahrgenommen werden.“ Die KBA-Wache an der B432 in Norderstedt wird zunächst an die RKiSH vermietet. Die Rettungsmittel übergibt der KBA ebenfalls.

Bezahlt wird der Rettungsdienst von den Krankenkassen. 

28.12.2018
28.12.2018
Michael Stamp 28.12.2018