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Segeberg SPD: Kita-Beitragsanhebung stoppen
Region Segeberg SPD: Kita-Beitragsanhebung stoppen
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05:00 12.03.2018
Foto: Eine Erzieherin liest mit Zwillingen ein Buch in einer Kindertagesstätte.
Eine Erzieherin liest mit Zwillingen ein Buch in einer Kindertagesstätte. Quelle: Julian Stratenschulte
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Bad Bramstedt

Da sei es das falsche Signal, jetzt noch einmal zu erhöhen, meint die SPD.2016 hatte die Stadtverordnetenversammlung beschlossen, die Kita-Gebühren in drei Stufen zu erhöhen. Sie folge damit einer angeblichen Vorgabe des Kreise Segeberg, nach der die Elternbeiträge 30 Prozent der in den Kitas anfallenden Kosten decken sollen. Werde die 30-Prozent-Marke nicht erreicht, müsse Bad Bramstedt auf Fehlbedarfszuweisungen vom Land verzichten, hieß es damals. Im Nachhinein hatte die Kreisverwaltung allerdings bestritten, dass sie eine solche Vorgabe gemacht hätte.

Die letzte der drei Erhöhungen wird im August dieses Jahres eintreten. Zurzeit sind bei den Elementargruppen 28 Prozent der Kosten gedeckt, nun sollen die letzten zwei Prozentpunkte folgen, womit dann die 30-Prozentmarke erreicht sein soll. Für die Krippen hatte die Stadtverordnetenversammlung auf Druck der Eltern eine Kostendeckung von 25 Prozent festgesetzt, weil die Gebühren sonst explodiert wären.

Zuletzt waren die Gebühren am 1. August 2017 gestiegen. Ein 40-Stunden-Platz in einem Kindergarten (Kinder von drei bis sechs Jahre) kostet seitdem im Monat 239 Euro, ein 40-Stunden-Krippenplatz (bis drei Jahre) 332 Euro. Rechnerisch würden die Gebühren zwischen 10 und 20 Euro steigen. Tatsächlich wird die Erhöhung wohl höher ausfallen, weil auch die anteilig zu deckenden Betriebskosten seit dem letztem Jahr wieder gestiegen sind, allein schon durch Tariferhöhungen.

Von kn online

Nicole Scholmann 11.03.2018
Alexander Christ 11.03.2018