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Segeberg Kopfverletzung nicht die Todesursache
Region Segeberg Kopfverletzung nicht die Todesursache
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11:35 15.04.2019
Von Steffen Müller
Foto: Der Fahrer des Transporters starb nach einer Polizeikontrolle im Krankenhaus. 
Der Transporter des Gestorbenen wurde am Morgen nach der Polizeikontrolle untersucht. Quelle: Thorsten Beck
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Bad Segeberg

Wie Staatsanwältin Birgit Heß auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilte, steht fest, dass die Platzwunde, die sich der Fahrer des Lieferwagens bei der polizeilichen Maßnahme in der Nacht zu Freitag zugezogen hatte, nicht die Todesursache war. "Ein subdurales Hämatom kann somit ausgeschlossen werden", heißt es am Montag auch entsprechend in einer Pressemitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Durch das Gutachten der Rechtsmedizin sind die beiden 29 und 32 Jahre alten Polizisten weiter entlastet. Bereits bei Befragungen hatten Zeugen berichtet, dass die Beamten bei dem Einsatz nicht übermäßig gewaltsam vorgegangen seien.

Ergebnisse in drei bis vier Wochen erwartet

Woran der 56-Jährige, der von der Polizei wegen Drogen-Verstößen zur Fahndung ausgeschrieben war, starb, ist weiter ungewiss. „Die weiteren Untersuchungen werden erst in drei bis vier Wochen abgeschlossen sein“, sagte Heß gestern. Fest steht bislang nur, dass der Fahrer eines Klein-Lkw so heftigen Widerstand geleistet hatte, dass zwei Polizisten Verstärkung rufen mussten.

Reanimation an der Kontrollstelle

Nachdem der Mann schließlich überwältigt war, entdeckten die Beamten die Verletzung und alarmierten einen Rettungswagen. Noch an der Kontrollstelle kollabierte der Mann und musste reanimiert werden, ein Notfallwagen brachte ihn umgehend ins Krankenhaus, wo er wenig später starb. Wie sich der Gestorbene die Platzwunde zugezogen hat, bleibt unklar. „Das lässt sich wahrscheinlich auch nicht mehr herausfinden“, vermutet die Staatsanwältin. 

Rucksack mit Drogen gefunden

In ihrer Pressemitteilung geben Staatsanwaltschaft und Polizeidirektion Kiel am Montag unterdessen ein neues Detail des Einsatzes bekannt: "Während der Kontrolle fanden die Beamten in dem Rucksack des Mannes Betäubungsmittel, Waffen und eine größere Menge Bargeld."

Gunnar Müller 15.04.2019
Thorsten Beck 14.04.2019