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Segeberg Nur zwei Einwohner kamen zum Info-Abend
Region Segeberg Nur zwei Einwohner kamen zum Info-Abend
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16:28 06.11.2018
Von Michael Stamp
Foto: Leere Stühle im Bürgersaal bei der Einwohnerversammlung. Fast nur Feuerwehrleute und Kommunalpolitiker interessierten sich für den geplanten Neubau der Brandschützer.
Leere Stühle im Bürgersaal bei der Einwohnerversammlung. Fast nur Feuerwehrleute und Kommunalpolitiker interessierten sich für den geplanten Neubau der Brandschützer. Quelle: Michael Stamp
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Bad Segeberg

Die Stadt ist verpflichtet, derlei Sitzungen abzuhalten. Der Erfolg ist stets überschaubar. Dass selbst bei solch einem gewichtigen Thema mit großer Tragweite für die städtischen Finanzen und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehr kaum jemand kam, sprach Bände. Etwas gemildert wurde die Peinlichkeit durch die Tatsache, dass der Referent der Hanseatischen Feuerwehrunfallkasse wegen Krankheit und der Vertreter des Kreisfeuerwehrverbandes wegen einer internen Schulung abgesagt hatten.

Fast alle der etwa 55 Zuhörer kannten die Probleme der Wehr und die im Haupt- und Finanzausschuss vorgestellten Planungen bereits zur Genüge. „Die meisten sind wirklich besser im Stoff als ich“, sagte Amtsleiter Carsten Schleicher schmunzelnd. Schleicher referierte über die Aufgaben der Wehr, die Platzprobleme im 1980 errichteten Feuerwehrhaus und die zunehmend ungeduldigen Beanstandungen der Unfallkasse.

Feuerwehr möchte den umfangreicheren Neubau

Architektin Anna-Lena Steensbeck vom Lübecker Planungsbüro Mißfeldt&Kraß skizzierte die beiden Varianten, die näher ins Auge gefasst werden. Bei Variante 1 soll ein Großteil des Feuerwehrgebäudes erhalten bleiben, aber links und rechts um diverse Anbauten ergänzt werden. Diese 11,7 Millionen Euro teure Planung gilt jedoch wegen unterschiedlicher Deckenhöhen und langer Laufwege als nicht sonderlich optimal.

Auf Nachfrage von Angelika Sorgenfrey (FDP) erklärte Wehrführer Zielinski, dass er und seine Kameraden für Variante 2 plädieren: Sie kostet 13,8 Millionen Euro und ist eine Überbauung der jetzigen Fahrzeughalle. Alle anderen Gebäudeteile werden abgerissen. Hinzu kommen bei beiden Varianten noch Ausstattungskosten von etwa 2 Millionen Euro sowie der Kaufpreis für Teile des Nachbargrundstücks, die von Unternehmer Gerhard Kraft erworben werden müssen.

„Das sind noch keine ganz detaillierten Zahlen, sondern eher eine fundierte Daumenpeilung“, betonte Bauamtsleiterin Antje Langethal. „Dann geht es Schritt für Schritt in die Details.“ Eine Fertigstellung ist frühestens 2022 oder 2023 zu schaffen.

Detlef Dreessen 06.11.2018
Gunnar Müller 06.11.2018
Einar Behn 05.12.2018