Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Segeberg Feuer bedrohte Sprengstoff-Lager
Region Segeberg Feuer bedrohte Sprengstoff-Lager
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:04 15.06.2018
Von Gerrit Sponholz
Foto: Im früheren Munitionslager der Bundeswehr bei Todesfelde brannte es auf mehreren Bunkern.
Im früheren Munitionslager der Bundeswehr bei Todesfelde brannte es auf mehreren Bunkern. Quelle: Gerrit Sponholz
Anzeige
Todesfelde

Der Sprengstoff war in einem der 31 ehemaligen Munitionsbunker der Bundeswehr deponiert. Nur mit einem Großaufgebot der Feuerwehren konnten die Flammen kurz vorher gestoppt werden.

Wehrführer Marco Wrage: "Dramatische Lage"

„Das war eine dramatische Lage“, sagt der Einsatzleiter und Gemeindewehrführer von Todesfelde, Marco Wrage. „Der Brand hätte böse ausgehen können.“ Vor allem, weil der Boden und die Bäume in dem Gelände sehr trocken waren und der Wind anfangs die Flammen weitertrieb.

Um 16.29 Uhr war seine Wehr alarmiert worden. Eine Zeugin, die eine Hundeschule betreibt, hatte Rauch entdeckt. „Nach fünf Minuten waren wir mit den ersten Einsatzkräften vorort“, sagt Wrage. 80 bis 90 Kräfte mühten sich, den Flächenbrand zu stoppen.

„Das Problem war die Wasserversorgung“, sagt Wrage. In der Nähe befinden sich nur zwei Wasserquellen: Zisternen an zwei Enden des Geländes, die jeweils 250 Kubikmeter Wasser fassen können. Wegen der seltener Regenfälle zuletzt waren sie aber nicht voll.

5000 Quadratmeter verbrannten

Rund 5000 Quadratmeter mit Gras und Büschen waren dennoch nicht mehr zu retten gewesen. Die schwarze Fläche erstreckte sich über mehrere der ehemaligen Munitionsbunker. Schon in der nächstgelegenen Reihe lagerte der Industriesprengstoff. Allerdings ist das Innere durch Stahltüren und dicke Betonwände des Bunkers gut gesichert.

Über die Brandursache mochte Wrage nicht spekulieren. „Vor ein paar Wochen hatte es hier schon mal gebrannt.“ Ein Holzhaufen hatte sich entzündet.

Klaus-Ulrich Tödter 15.06.2018
Einar Behn 15.06.2018
14.06.2018