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Reisereporter KN- SZ-Leserreise in die Märchenwelt Kappadokiens
Reisereporter KN- SZ-Leserreise in die Märchenwelt Kappadokiens
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10:08 12.04.2010
Gewürze aller Couleur werden hier verkauft. Quelle: Torsten Gerhardt

Aus einer ursprünglich geplanten Leserreise wurden drei, so groß war der Andrang. Und die Vorfreude hat sich voll und ganz erfüllt.

Kappadokien liegt im türkischen Zentralanatolien und bedeutet „Land der schönen Pferde“. Pferde sieht man dort heute eher weniger, dafür ist die ganze Landschaft  ein einziges Wunder und ist 1985 von der UNESCO zum Weltkultur- und Naturerbe erklärt worden.

Nach Vulkanausbrüchen vor Millionen Jahren wurde das Land mit einer hohen Schicht aus Lava, Asche und Schlamm bedeckt. Wind, Wetter und Flüsse haben, nachdem die Vulkane erloschen waren, in Jahrtausenden aus dem weichen Tuffgestein die bizarresten Formen hervor gebracht. Pilz- nadel-, kegelförmige Steine, immer wieder neu, immer wieder überraschend anders. Viele sind von Höhlen durchlöchert, und werden von den Bewohnern „Feenkamine“ genannt.

Mensch und Natur haben Hand in Hand gearbeitet, um dieses Land wie aus Tausendundeiner Nacht zu schaffen. Schon vorgeschichtliche Menschen haben hier ihre Spuren hinterlassen, davon zeugen Höhlenmalereien und Werkzeuge aus der Steinzeit.

Aber auch später wurden immer wieder in das weiche Gestein Höhlen geschlagen für Lagerräume oder für Wohnungen.  Riesige mehrgeschossige unterirdische Städte (von denen noch viele nicht entdeckt sind) boten  Schutz und Zuflucht vor Naturgewalten und dem Ansturm von Feinden. Schon die Hethiter schufen um 1600 vor Christus dort ein raffiniertes System mit verschließbaren Räumen und Verteidigungsmitteln, die den heutigen Besucher nur staunen lässt.

Auch die Christen flohen vor ihren Verfolgern in die unterirdischen Städte, sie bauten aber in den Höhlen auch prachtvolle Kirchen und Klöster, unzugänglich für die Feinde, boten sie Schutz und geistliche Erbauung. Von hier strahlte die neue Religion bis weit in den Westen, hier lebten im 4. Jahrhundert bedeutende Kirchenväter, wie die drei „Kappadokier“

Später beim Ansturm des Islam flohen die wieder Verfolgten erneut in die Höhlenkirchen und –klöster. Zum Teil gut erhaltene Fresken mit biblischen Motiven zeugen bis zum heutigen Tag von der christlichen  Kultur.

Und überall die überwältigende Landschaft, häufig auch mit einer Mondlandschaft verglichen, aber durch Formen und Farben so vielfältig, wie kaum eine andere auf der Erde. Kann man dann noch mit einem Ballon darüber hinweg fahren, hat das Staunen kein Ende. Diese Möglichkeit bot sich allen unseren drei Reisegruppen und alle hatten dazu noch in Güngör einen exzellenten Reiseführer, der sich  in der Kunst des Erzählens und  Erklärens als ein wahrer Meister erwies. Durch ihn wurden alte Sagen und Geschichten wieder lebendig und die Landschaft bevölkerte sich mit Göttern, Helden, Feen und anderen Fabelwesen.

Aus Märchen wurden Landschaften, aus Landschaften Märchen und eine KN- SZ-Leserreise wurde einfach märchenhaft.

Torsten Gerhardt

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