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Reisereporter Rumänien - Entdeckungen im Lande Draculas
Reisereporter Rumänien - Entdeckungen im Lande Draculas
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17:26 19.08.2010
Unsere Leserinnen und Leser in Rumänien unterwegs. Fotografiert von Ingrid Reips. Quelle: Foto: mw

Wie der Titel der Reise schon versprach, ging es um „Entdeckungen im Lande Draculas“, und zu entdecken gab es sehr viel.

Am Flughafen von Bukarest wurden wir begrüßt von unserer charmanten rumänischen Reiseleiterin Alexandra, und wir unternahmen zunächst eine ausgedehnte Rundfahrt durch diese eindrucksvolle Stadt. Welche Kontraste! Gut erhaltene, eindrucksvolle Villen die zur Zeit der Monarchie der Stadt den Beinamen „Paris des Ostens“ gaben und ausgedehnte Parkanlagen wechseln sich ab mit fast verfallen wirkenden Plattenbauten aus der Ceausescu-Zeit, und – ebenfalls aus dieser Zeit – prägen gewaltige Regierungsgebäude das Stadtbild. So sehen wir z.B. den Parlamentspalast, das zweitgrößte Gebäude der Welt, nach dem Pentagon. Diese Bauwerke wirken einerseits eindrucksvoll, andererseits aber auch beklemmend, wenn man bedenkt, wann sie entstanden sind und wie die Bevölkerung damals unter dem Größenwahn des Machthabers gelitten hat. Nach solchen Zeugnissen des kommunistischen Staatsapparates ist der Abstecher zur Patriarchenkirche eine willkommene Abwechslung. Zwischendurch legen wir einen Stop ein in einem sehr modernen Einkaufszentrum, um uns zu stärken und zum Geldwechseln. Hier stellen wir auch fest, dass die rumänischen Geldscheine nicht aus Papier sind, sondern aus dünnem Plastikmaterial. Das Geld kann also im wahrsten Sinn des Wortes gewaschen werden!

Nach der Stadtrundfahrt beziehen wir unsere Zimmer im Hotel Central, einem Viersterne-Haus, welches, wie es der Name schon sagt, sehr zentral gelegen ist und ideal für Gäste, die noch auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen möchten. Am Abend fahren wir zum Restaurant „Pescarus“ , wo wir auf der romantischen Terrasse direkt am Herastrau-See einen wunderschönen Blick haben über Blumen, Bäume und See, bis zu einem der großen Regierungsgebäude, welches aus dieser Entfernung direkt malerisch wirkt.

Nach dem Abendessen tritt eine rumänische Musik- und Trachtengruppe auf – der gelungene Abschluss unseres ersten Tages in Rumänien.

Am nächsten Morgen verlassen wir die Hauptstadt mit ihren mehr als 2 Millionen Einwohnern.

In unserem bequemen Reisebus fühlen wir uns schon richtig zuhause und auch die sichere Fahrweise von Doro, unserem zuvorkommenden, aufmerksamen Busfahrer trägt dazu bei, dass wir uns wohlfühlen und die Fahrt genießen können. Zunächst geht es durch die Ebene der Walachei, vorbei an Sonnenblumen- und Maisfeldern, Obstplantagen und kleinen Dörfern. Nach etwa zwei Stunden Fahrt ändert sich die Landschaft, die Ebene wird abgelöst durch grüne Hügel, wir fahren durch die Südkarpaten, bis zum Kloster Cozia, einem der ältesten Klöster in der Walachei, welches wir besichtigen. Da Sonntag ist, ist dieser Ort heute auch Ziel für viele Rumänen.

Während der Weiterfahrt zu unserem heutigen Ziel Sibiu in Transsilvanien gibt uns Alexandra einen interessanten Überblick über die wechselhafte Geschichte des Landes, die verschiedenen Eroberungen, und die Besiedlung Siebenbürgens.

Gegen Mittag erreichen wir Sibiu (Hermannstadt) und unternehmen nach der Mittagspause einen ausgedehnten Spaziergang durch das mittelalterliche Stadtzentrum, welches eindruckvoll restauriert wurde und deshalb auch im Jahre 2007 Kulturhauptstadt Europas war.

Nach dem Besuch eines kleinen Glasikonenmuseums sind wir zum Abendessen eingeladen bei einer Gebirgsbauernfamilie.

Am 3. Tag geht es weiter nach Sighisoara, (Schäßburg) vorbei an ehemaligen Sachsendörfern. In Bazna verlassen wir die bequemen Ledersitze unseres Reisebusses und steigen vorrübergehend um in Pferdewagen, um eine der für Siebenbürgen typischen Kirchenburgen zu besichtigen, bevor wir dann in Mosna in einem Pfarrhaus unser Mittagessen einnehmen.

Sighisoara ist eine sehr gut erhaltene mittelalterliche Stadt, die wir bei einem Spaziergang erkunden und unter anderem auch das Geburtshaus Draculas sehen, sowie die Bergkirche, die wir über die sogenannte Schülertreppe erreichen.

Auch in den nächsten Tagen reiht sich Höhepunkt an Höhepunkt, seien es die Moldauklöster Sucevita, Moldovita (mit der energischen Nonne Tatjana) und Voronet, mit ihren gut erhaltenen Fresken aus dem 16. Jahrhundert und den gepflegten blühenden Gartenanlagen, oder die noch heute von mehr als 1000 Nonnen bewohnten Klosteranlagen Agapia und Varatec, mit den Werkstätten, die wir ebenfalls besichtigen.

Unvergessen bleibt sicher auch der Besuch der prächtigen Stadt Sinaia, der Perle der Karpaten mit dem Schloss Peles, einer Sommerresidenz von König Karl I., welches auch heute noch prunkvoll eingerichtet ist.

Nicht fehlen darf natürlich der Besuch der Törzburg (Bran), denn wer denkt bei Rumänien nicht sofort an Dracula. Passend dazu fahren wir zum Abendessen in die Bergregion von Poiana Brasov, in ein rustikales Restaurant, wo uns wieder eine folkloristische Musikgruppe unterhält.

Am letzten Tag unternehmen wir einen Rundgang durch die malerische Altstadt von Brasov (Kronstadt) und besichtigen die berühmte Schwarze Kirche, den größten gotischen Sakralbau Osteuropas, bevor wir auf dem Weg zum Flughafen noch mit einem Abstecher in eine Sektkellerei überrascht werden. Der freundliche Obstbauer, der nebenan gerade bei der Ernte ist, lädt uns ein, uns zu bedienen, aber nicht etwa, das auf den Boden gefallene Obst, sondern er holt die Früchte für uns direkt vom Baum.

Vieles haben wir gesehen und erfahren, über Land und Leute, die verschiedenen Volksgruppen die hier leben, über die abwechslungsreiche Geschichte, die Religion und, und, und… Alexandra hat es verstanden, uns alles Wissenswerte auf interessante Art zu vermitteln und ihr ist es auch gelungen, dass wir ihre Heimat jetzt mit ganz anderen Augen sehen, denn wer von uns hatte schon wirklich eine  Vorstellung davon, was für ein großartiges und sehenswertes Land Rumänien ist!

Deshalb sagen wir MULTUMESC (danke) Alexandra, und LAREVEDERE  (auf Wiedersehen) Rumänien!

Ingrid Reips

 

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