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Fußball Trixi zeigt Frankreich, wo es langgeht
Sport Fußball Trixi zeigt Frankreich, wo es langgeht
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14:55 07.07.2016
Von Niklas Wieczorek
Sieg für Deutschland: KN-Orakel Trixi setzte sich gegen die vielbeinige Abwehr um den Hahn Franz durch. Quelle: Niklas Wieczorek
Theresienhof

KN-Orakel Trixi gehört einfach zu der abgezockten Sorte: Vor der EM-Halbfinalpartie Deutschland gegen Frankreich ließ sich das Minischwein auch von einer Meute Federvieh nicht aus der Ruhe bringen. Es tippte in gewohnter Manier auf einen deutschen Sieg. Mit einer geschickten 360-Grad-Drehung schüttelte Trixi Hühner und Hähne, ihres Zeichens Wappentiere der französischen Fußball-Nationalmannschaft, restlos ab – und versenkte die Schnauze auf dem Hof der Borcherts in Theresienhof im schwarz-rot-goldenen Tor.

Damit legte sich das Minischwein fest, auch Trainerin Uta Borchert las daraus nach dem Orakel-Spiel einen 2:1-Sieg für die deutsche Mannschaft. Die starke französische Hühnerabwehr habe sie und Trixi zwar beeindruckt („Es könnte sein, dass die Franzosen zunächst besser sind“), aber das würde die deutsche Auswahl nur anstacheln und auf den richtigen Weg bringen.

Den massiven Riegel aus Verteidigern um Hahn Franz galt es also erst einmal zu durchbrechen. Ob die DFB-Elf selbst mit einer Dreier- oder Viererkette in der Verteidigung oder sogar im Sturm antritt, konnten selbst die Experten aus der Orakel-Vorstellung nicht eindeutig erkennen. Fest stand für Uta Borchert in jedem Fall: „Trixi war heute ziemlich schnell und ist nach vorne gestürmt“, bilanzierte sie gekonnt. „Die Franzosen sind aber auch ziemlich schnell. Deswegen müssen die Deutschen aufpassen, dass sie ihr Tempo beibehalten.“

Die Tugenden für die DFB-Kicker, um auf diesen temporeichen Weg zu gelangen, seien mit denen eines „Turnierschweins“ vergleichbar: „Sie müssen glücklich und motiviert sein. Und dann alles geben, was es nur gibt.“ Und Trixi war an diesem Spieltag wirklich gut aufgelegt. Selbst nach der Entscheidung sprang sie noch diverse Male über das bereitgestellte Hindernis, um ihre Fähigkeiten als Vollstrecker-Schwein zu zelebrieren. Nach dem Abpfiff gab sich das KN-Orakel betont souverän, bemühte sich – in einer Mischung aus boatengscher Lässigkeit und müllereskem Schalk – das aufgeladene Duell von Jogis Jungs mit den EM-Gastgebern nicht weiter aufzuheizen und entspannte zunächst bei einer Schale Wasser. Für das KN-Orakel schien bereits klar: Es gilt fokussiert zu bleiben, Aufregung zu vermeiden. Es wird eine weitere Herausforderung für das Finale geben. In kecker Manier stibitzte sie daraufhin einige Kekse von der Pressekonferenz-Couch, auf der Trainerin Uta Borchert ihr Statement gab. Die stellte ihr für das Endspiel noch größeren Ruhm in Aussicht: „Wenn wir den Titel holen, darfst du hier drauf.“

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