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Holstein Kiel Holstein Kiel bekennt sich zu Ole Werner
Sport Holstein Kiel Holstein Kiel bekennt sich zu Ole Werner
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19:46 24.10.2019
Von Niklas Schomburg
Ole Werner ist zum Cheftrainer bei Holstein Kiel befördert worden. Quelle: Tom Weller
Kiel

„Nach ausführlichen Gesprächen und umfassender Bewertung der Situation haben wir uns dazu entschlossen, mit Ole Werner den eingeschlagenen Weg der KSV weiter zu gehen“, begründet Sportchef Uwe Stöver die Entscheidung. Werners bis 2022 datierter Vertrag sei dementsprechend angepasst worden.

„Er hat in den vergangenen Wochen durch seine akribische Arbeit mit der Mannschaft bewiesen, dass er der richtige Mann für die aktuelle Situation und die Ziele des Vereins ist“, erklärte Stöver, der selbst erst am 7. Oktober 2019 nach der Demission von Fabian Wohlgemuth (erneut) das Amt des Geschäftsführer Sport bei der KSV angetreten hatte.

„Mir war es sehr wichtig, eine eigene Meinung über die Situation und Perspektive zu bilden. Für solch eine Entscheidung ist es notwendig, ein Fundament zu besitzen. Das habe ich mir in den letzten Tagen und Wochen erarbeitet. Meine Eindrücke waren sehr positiv, und wir sind alle bereit, Ole die Unterstützung zukommen zu lassen, die er benötigt.“

Doppelbelastung für Ole Werner

Das zielt vor allem auf Werners parallele Ausbildung zum Fußball-Lehrer an der Sportschule Hennef ab. Der Lehrgang, in dem der 31-Jährige unter anderem zusammen mit den Ex-Bundesliga-Profis Tim Borowski, Heiko Butscher, Christian Rahn und Steven Cherundolo sowie Ex-Cloppenburg-Trainerin Imke Wübbenhorst die höchste europäische Trainerlizenz erwirbt, dauert noch bis April nächsten Jahres und enthält mehrere dreitägige Präsenzphasen in Hennef.

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„Ich habe mit Lehrgangsleiter Daniel Niedzkowski gesprochen“, sagte Stöver und erklärte: „Uns ist bewusst, dass wir die Herausforderung aufgrund Oles Doppelbelastung mit dem Trainerlehrgang nur gemeinsam und mit großer Unterstützung und dem Engagement aller – da schließe ich das gesamte Trainer- und Funktionsteam sowie die Mannschaft ein – meistern können.“

Ole Werner freut sich über Beförderung

Ole Werner selbst, der während seiner vier Spiele als Interimstrainer immer wieder große Rückendeckung aus der Mannschaft erhalten hatte, freute sich über seine Beförderung. „Das ist eine schöne Bestätigung, dass unsere Arbeit der vergangenen Wochen als positiv wahrgenommen wurde“, sagte Werner.

„Und für mich als Kieler ist es natürlich etwas Besonderes, ich bin diesem Verein schon lange verbunden.“ Die tägliche Arbeit werde sein neuer Status indes nicht groß verändern. „Wir haben schon in den vergangenen Wochen versucht, Dinge richtig anzupacken und aufs Gleis zu stellen, so dass sie der Mannschaft gut tun. Daran ändert sich nichts“, erklärte Werner.

Gegen Bochum muss im Holstein-Stadion ein Sieg her

In Spiel eins als Chefcoach will Werner mit seinen Störchen das erreichen, was ihm in den beiden Duellen gegen Hannover und Regensburg nicht gelungen war: „Wir wollen unbedingt ein Heimspiel gewinnen“, sagte er vor dem Duell der KSV (14.) gegen den Tabellennachbarn vom VfL Bochum (15.).

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„Wenn man sich die Tabelle anguckt, könnte das Spiel das Prädikat ,Abstiegskampf’ bekommen – auf dem Platz werden wir aber eher zwei Teams mit spielerischem Ansatz sehen und nicht das, was man in erster Linie mit echtem Abstiegskampf verbindet“, meinte Werner. „In der Tabelle ist es – typisch für die Zweite Liga – ja auch sehr eng, daher ist dieses Spiel erst mal von so etwas losgelöst. Aber wir können sicher einen wichtigen Schritt machen.“

Wer fehlt beim Spiel gegen Bochum?

Bei diesem Unterfangen unter Flutlicht im Holstein-Stadion werden Werner der Langzeitverletzte Jannik Dehm sowie Aleksandar Ignjovski und David Atanga fehlen. Mittelfeldspieler Philipp Sander steht indes wieder zur Verfügung.

Die Marchroute gibt der neue Chefcoach selbst vor: „Wir müssen an das Engagement und die Bereitschaft der vergangenen Spiele anknüpfen“, fordert Werner gegen einen VfL „auf Augenhöhe und mit starkem Offensivspiel“. Und Verteidiger Phil Neumann präzisierte: „Ohne nachzulegen, wäre der Sieg in Stuttgart nichts wert.“ Für die Partie sind bislang rund 11500 Karten verkauft, 500 Fans werden den VfL an die Förde begleiten. Die Tageskassen am Stadion sind geöffnet.

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