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Holstein Kiel Holsteins erste Einheit unter Ole Werner
Sport Holstein Kiel Holsteins erste Einheit unter Ole Werner
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18:45 17.09.2019
Von Niklas Schomburg
Jede Menge lachender Gesichter im ersten Training unter Interimscoach Ole Werner (rechts): Die Störche um Daniel Hanslik, Michael Eberwein und Alexander Mühling (von links). Quelle: Uwe Paesler
Kiel

„Das habe ich seit Wochen nicht so gesehen“, hörte man so manchen KSV-Fan murmeln. Ob es nun der Trainerwechsel, die Person Ole Werner oder schlicht der aufflammende Mannschaftsgeist war – die Leidenschaft war zurück im Storchennest. „Die Stimmung war gut, wir haben ordentlich Gas gegeben“, bewertete auch Mittelfeldspieler Alexander Mühling die erste Einheit unter Interimscoach Werner positiv und ergänzte: „Veränderungen bewirken manchmal einiges, ohne dass man es wirklich begründen kann.“

Locker und gleichzeitig fokussiert, mit Lust statt Frust, geradezu gelöst präsentierten sich die Störche. „Heute war auf dem Trainingsplatz das zu spüren, was uns in den letzten Wochen gefehlt hat: Leben, Spannung in der Mannschaft“, analysierte Mühling und fasste sich und die Kollegen metaphorisch an die eigene Nase: „Wir sind jetzt in der Pflicht zu liefern, und das hat man heute deutlich gemerkt. Das ist der Plan für die kommende Zeit: neben all den taktischen Dingen mal wieder Kampf, Leidenschaft und Aggressivität reinzubringen. Ohne diese Tugenden kann man in dieser Liga nicht bestehen.“

Teamsitzung am Montag

Den Schuh zog sich auch Kapitän Hauke Wahl an: „Das Spiel am Sonnabend war sehr enttäuschend, und wir können jetzt nicht als Alibi nehmen, dass der Trainer entlassen wurde, sondern müssen uns selbst hinterfragen. Das haben wir mannschaftsintern auch getan.“ Die Quintessenz der Teamsitzung ohne Trainerstab am Montag: „Es heißt jetzt, noch mehr Verantwortung zu übernehmen, das gilt für mich als Kapitän, aber auch für den gesamten Mannschaftsrat“, so Wahl. „Und wir müssen auch die jungen Spieler in die Pflicht nehmen. Jeder muss eine Schippe drauflegen. Da sind wir auf einem guten Weg.“

Schon vor drei Jahren brachte Werner die KSV interimsweise in die richtige Spur, feierte zwei Siege in zwei Pflichtspielen. „Die Situation ist schon irgendwo vergleichbar“, erklärte Mühling, der damals bereits – unter seinem Geburtsnamen Bieler – für Holstein auflief, Werners erste Amtszeit hautnah miterlebte. „Ole hat damals sein Wissen stark eingebracht, aber auch nicht alles auf den Kopf gestellt, hat als Typ viel Ruhe ausgestrahlt und selbstbewusst gewirkt“, erinnert sich der 27-Jährige. „Das wird diesmal wohl auch wieder so sein, Ole hat sich nicht verändert.“

Keine Angst vor Siedo!

Eine Änderung zu damals allerdings wird es geben, denn im Drittligaspiel gegen den FSV Zwickau schmorte Mühling 90 Minuten lang auf der Bank – eins von nur drei verpassten Saisonspielen. „Wenn wir dann so wie damals gewinnen, kann ich damit leben“, so Mühling grinsend mit Blick auf den August 2016, als beim Kieler 3:0-Erfolg Tim Siedschlag an seiner statt auflief. Der Coach gab Entwarnung: „Siedo ist in seiner Funktion im U23-Team mittlerweile unersetzbar“, sagte Werner und ergänzte lachend: „Daher hat Alex nichts zu befürchten.“

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Eine schwache Vorstellung boten die Holstein Women, die im Regionalliga-Punktspiel beim FC St. Pauli mit 1:4 unterlagen. „In dieser Verfassung geht es nur gegen den Abstieg“, war KSV-Trainer Bernd Begunk nach dem tollen Pokalspiel vor einer Woche gegen den 1. FC Köln (1:3) sichtlich ernüchtert.

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