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Holstein Kiel Holstein kommt zum Fürther Festspiel
Sport Holstein Kiel Holstein kommt zum Fürther Festspiel
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08:02 27.09.2019
Von Niklas Schomburg
Viel Grund zum Feiern: Greuther Fürth um Kapitän Marco Caligiuri ist gut in die Saison gestartet. Quelle: imago / Sportfoto Zink / Melanie Zink
Fürth/Kiel

Die Kärwa - jährlich etwa 1,5 Millionen Besucher, startet, und das Kleeblatt hat ein Heimspiel – das ist ein bisschen wie beim FC Bayern und dem Oktoberfest. „Die Fürther Kärwa ist die Königin der fränkischen Kirchweihen, dementsprechend freut sich die ganze Region darauf“, sagt auch Marco Caligiuri, Kapitän der SpVgg. Für den 35-Jährigen und seine Mitstreiter gilt an diesem Wochenende ganz besonders: „Wir wollen unsere guten Leistungen der letzten Wochen auch in diesem Heimspiel auf den Platz bringen.“ Zwischen der Auftaktniederlage gegen Erzgebirge Aue und der knappen Pleite beim Ligaprimus VfB Stuttgart am vergangenen Sonnabend sammelte Fürth seine elf Punkte. „Wir spielen einen guten Fußball, arbeiten als Team zusammen und sind von unserem Weg überzeugt. Das ist die Basis um erfolgreich zu sein“, erklärt Caligiuri. „Unsere Idee von Fußball ist sehr gut zu erkennen. Wir wollen das weiterverfolgen und uns selbst treu bleiben.“

Junge Spieler, erfahrene Recken

Solide, körperlich harte Abwehrarbeit und brandgefährliche Konter – das sind die Hauptzutaten des Fürther Fußballs. Vorne wirbeln Daniel Keita-Ruel und Julian Green (zusammen sechs von neun Toren) gemeinsam mit Stoßstürmer Harvard Nielsen (kam von Fortuna Düsseldorf), hinten halten Caligiuri und Mergim Mavraj (vom FC Ingolstadt) den Laden dicht. Hinzu kommen spielstarke Akteure wie der im Sommer nach einem Jahr Leihe fest aus Wolfsburg verpflichtete Paul Seguin oder der schwedische Ex-Nationalspieler Branimir Hrgota (von Eintracht Frankfurt).

Die vielen jungen Spieler – gemeinsam mit Holstein hat Fürth den drittjüngsten Kader der Liga – profitieren von den erfahrenen um Kapitän Caligiuri, der in der neunten Saison für Greuther Fürth die Knochen hinhält, seit 2015 Kapitän ist und am Sonnabend in Stuttgart sein 200. Pflichtspiel für das Kleeblatt machte. „Ich versuche, den Jungs einfach zu helfen, auf meine Art. Wir funktionieren nur als Team, und das steht für uns alle an oberster Stelle“, sagt er. „Wir haben aber auch viele andere Spieler, die einiges an Erfahrung mitbringen, und viele Spieler, die in diese Rolle hineinwachsen.“

Caligiuri traf im Februar in Kiel

Auch Holstein hat Caligiuris Qualitäten schon erfahren müssen – auf schmerzhafte Weise. In der vergangenen Saison kassierten die Störche eine deftige 1:4-Pleite am Ronhof, im Rückspiel schockte Fürths Kapitän die KSV, als er nach einem missglückten Seitenlinien-Dribbling von Torhüter Kenneth Kronholm aus weiter Distanz zum 2:1 ins verwaiste Kieler Tor traf. „Ja, ich erinnere mich an das Tor. Ich habe den Ball damals einfach auch perfekt getroffen“, sagt Caligiuri. „Insgesamt hatten wir in beiden Spielen einige Chancen, es sind ja auch viele Tore gefallen.“

Aber das zählt für die aktuelle Fürther Mannschaft nicht. „Der Zweitligaalltag ist so: Wir müssen eine sehr gute Leistung auf den Platz bringen, denn in dieser Liga ist alles eng und ausgeglichen“, sagt Caligiuri. Umso schwerer wog, dass Trainer Stefan Leitl unter der Woche viele angeschlagene Spieler beklagte. „Die medizinische Abteilung war rund um die Uhr im Einsatz, um unsere Spieler fit zu bekommen“, erklärte Leitl. Der Coach warnt trotz klarer Tabellenkonstellation (Sechster gegen 16.) vor den Störchen: „Kiel ist besser, als es der aktuelle Tabellenstand widerspiegelt.“ Nur mit geschärften Sinnen könne man erfolgreich sein, so Leitl. Dabei ist der Fürther Plan am ersten Festwochenende simpel: Mit drei Punkten auf die Kärwa.

Das Spiel können Sie im Liveticker verfolgen.

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