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Holstein Kiel Störche verlieren 1:2 gegen Stuttgart
Sport Holstein Kiel Störche verlieren 1:2 gegen Stuttgart
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23:22 08.08.2015
Von Gerhard Müller
Ehrenrunde nach einer starken Leistung: Erhobenen Hauptes konnten die Spieler von Holstein Kiel das Stadion verlassen. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Die Fans erlebten eine erste Halbzeit mit zwei Teams auf absoluter Augenhöhe. Das Plus des Favoriten an Technik und Tempo bei  sporadischen Offensivaktionen kompensierten die Hausherren mit Energie und Engagement. Didavis ersten Schuss in der 14. Minute parierte Jakusch klasse, danach tauchte der VfB  zunächst nicht mehr gefährlich im Kieler Strafraum auf.

War das eine spannende Partie: Holstein Kiel traf im Kampf um den DFB-Pokal zu Hause auf den VfB Stuttgart. Die Störche verloren am Ende 1:2.

So fiel die Führung für die Störche auch nicht unverdient. Siedschlag hatte sich an der rechten Eckfahne den Ball geangelt, auf Kegel geflankt, der zu Czichos weiterleitete - und gegen dessen strammen Flachschuss hatte Tylon keine Chance. Das ausverkaufte Holsteinstadion wurde in diesem Moment zum Tollhaus. Doch die Hochstimmung dauerte nur vier Minuten, dann verschätzte sich KSV-Kapitän Krause, und Didavi bedankte sich mit einem Heber über den machtlosen Jakusch - 1:1.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit gingen die Schwaben forscher zur Sache und schnürten die Störche phasenweise ein. Das 2:1 der Gäste fiel denn auch wenig überraschend durch Ginczek, der völlig unbedrängt aus 16 Metern flach und unhaltbar einschoss. Anschließend verwaltete der Bundesligist seinen Vorsprung und ging nicht auf das entscheidende 3:1. Holstein gab nicht auf, verkaufte sich weiterhin gut, sehr zur Freude der Fans, doch klare Chancen zum Ausgleich gab es bis zur Nachspielzeit nicht mehr. Dann köpfte Czichos nach einer Flanke von Siedschlag völlig frei vorbei - aus und vorbei.

Reaktionen

Alexander Zorniger (VfB Stuttgart): Das waren zwei Mannschaften, die sich mit hoher Zweikampfintensität fast schon englisch bekämpft haben. Erst in der zweiten Halbzeit haben wir es besser umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Dann haben wir den Fight besser angenommen gegen eine Kieler Mannschaft, die sehr unbequem gespielt hat.

Karsten Neitzel (Holstein Kiel): Für uns ist es auf dem Papier eine Niederlage, im Pokal geht es nur um das Ergebnis. Wir haben eine sehr, sehr gute erste Halbzeit gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen zu viel zugelassen, hatten aber in den letzten fünf Minuten noch die Chancen zum Ausgleich. Auf jeden Fall war das eine Leistung, aus der wir Selbstvertrauen ziehen können.

Statistik

Holstein Kiel: Jakusch - Herrmann, Krause, Wahl, Czichos -

Siedschlag, Weidlich, Kegel ( (72. Schäffler) Lewerenz (79. Sane) - Schnellhardt, Heider (86. Wirlmann) VfB Stuttgart: Tyton - Klein, Baumgartl, Hlousek, Insua - Didavi (81. Rupp), Gentner,  Gruezo, Kodtic (87. Schwab) - Werner (67. Kliiment), Ginczek.

Schiedsrichter: Winkmann (Kerken) - Tore: 1:0 Czichos (37.), 1:1 Didsvi 41.), 1:2 Ginczek (59.) - Zuschauer: 9916  (ausverkauft) - Gelbe Karten: Herrmann -Rupp.

Er ist pfeilschnell, mutig im Dribbling, taktisch durchaus diszipliniert und trotzdem torgefährlich. Allein in der vergangenen Saison erzielte er in 33 Regionalligaspielen für die Würzburger Kickers sieben Treffer, leistete dazu noch 13 Torvorlagen und avancierte damit zu einem wichtigen Faktor für den Aufstieg der Bayern in die Dritte Liga. Abseits des Feldes ist Fußballprofi Steven Lewerenz, seit dem 24. Juli bei Holstein Kiel unter Vertrag, dagegen alles andere als ein Lautsprecher.

Andreas Geidel 06.08.2015

Satt grün empfängt der gemähte Trainingsplatz im Nachwuchsleistungszentrum Projensdorf die Profis des Fußball-Drittligisten Holstein Kiel zur Vormittagsschicht, die erste ernsthafte Einheit zur Vorbereitung auf das DFB-Pokalheimspiel gegen Bundesligist VfB Stuttgart am Sonnabend (20.30 Uhr). Die Sommersonne lacht, Störche-Cheftrainer Karsten Neitzel schärft mit lauter Stimme die Sinne der Spieler: „Wach werden!“

Andreas Geidel 06.08.2015