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Holstein Kiel Wie die KSV-Fans für Pokal-Furcht sorgen
Sport Holstein Kiel Wie die KSV-Fans für Pokal-Furcht sorgen
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06:24 29.10.2019
Von Marco Nehmer
Werden am Halloween-Vorabend für eine ganz besondere Atmosphäre in Verl sorgen: die Fans von Holstein Kiel. Quelle: dpa
Kiel/Verl

„Hollerween – alle im Kostüm“ heißt das Motto der KSV-Fans, mit dem sie in Ostwestfalen einfallen werden, um am Vorabend von Halloween die guten Geister zu beschwören. Süßes für Holstein, Saures für Verl.

„Wir freuen uns darüber, dass da so ein außergewöhnlicher Support auf uns wartet. Das ist schon bemerkenswert an einem Mittwochabend“, sagt Ole Werner vor den 90 morbiden Minuten von Verl. „Wir freuen uns, wenn sich der Fanblock etwas Tolles einfallen lässt. Wichtig wird für uns aber, dass vielleicht der Fanblock zum Fürchten ist – aber unsere eigene Leistung nicht“, sagt Werner und lacht. Ein wenig blitzt es ihm dabei durch die Augen. Werner, er hat höllisch Lust auf seinen Pokal-Einstand (18.30 Uhr, im KN-Livericker).

Holsteins Hexenmeister ist heiß auf das nächste Highlight, auf die englische Woche nach dem so wichtigen, so ereignisreichen 2:1-Sieg am Freitagabend gegen den VfL Bochum. Erst nach Verl, dann am Sonntag nach Bielefeld. Doch als lockere Übung vor dem Auswärts-Hammer bei der Arminia sieht Werner die Pokal-Aufgabe nicht. Der Sportclub aus dem Kreis Gütersloh kann Holstein durchaus die Hölle heiß machen, wenn die Störche nicht aufpassen.

Fallen Mühling und Meffert aus?

„Wir treffen auf eine Mannschaft, die aktuell sehr erfolgreich ist“, sagt Werner über den Tabellenführer der stark besetzten Regionalliga West, „und so spielen sie auch. Sie versuchen, von hinten heraus Fußball zu spielen, setzen auf ein aggressives Pressing.“ Die West-Staffel sei, so Werner, „vielleicht neben dem Südwesten die stärkste Regionalliga. Wenn du da Erster bist, dann bist du richtig gut.“

Trotzdem weiß auch Werner, wer hier wen das Fürchten zu lehren hat. „Wir fahren da als Zweitligist hin, und wir wissen, was wir können“, sagt er. „Wir treffen die Entscheidung darüber, wie das Spiel ausgeht. Wenn wir von der Konzentration und der Einstellung her zu 100 Prozent da sind, wird es für Verl schwer, uns zu schlagen.“

Unverwundbar aber ist in diesem Wettbewerb keiner. Und auch die KSV hat keine Superkräfte. Dass sie ganz irdisch daherkommt, zeigen zwei Personalien: Jonas Meffert hat gegen Bochum einen Schlag aufs Knie bekommen, ist für die Partie in Verl ein Wackelkandidat. Und auch Alexander Mühling hat es über das Wochenende erwischt. Den Sonnabend verbrachte er erkrankt im Bett, am Montag konnte er zumindest wieder ins Teamtraining einsteigen. „Wir müssen schauen, wie er die Belastung verträgt“, sagt Werner, der möglicherweise sein zuletzt teuflisch gutes zentrales Mittelfeld umbauen muss.

Gibt's als nächstes den Kieler Kurven-Karneval?

Da der Rest des Kaders das intensive Match vom Freitagabend gut überstanden hat, wird Werner aber elf Mann zusammenbekommen. Unterstützt von 1200 Kieler Untoten in der mit erwarteten 5153 Zuschauern erstmals in der Geschichte ausverkauften Sportclub-Arena. Ein echter Halloween-Hexenkessel, nachdem die KSV-Fans schon in der ersten Runde beim FSV Salmrohr mit dem Motto „Sommer, Sonne, Holstein Kiel“ mit karibischem Flair für Furore gesorgt hatten.

Und was kommt, wenn Holstein die bösen Geister einer Pokalblamage vertreiben sollte und ins Achtelfinale einzieht? Anfang Februar stiegt die dritte Runde – kurz vor Fasching. Gibt’s den Kieler Kurven-Karneval? Die Mannschaft kann diesem Szenario mit dem Weiterkommen am Mittwoch den Weg ebnen.

Mehr zu Holstein Kiel lesen Sie hier.

Am Mittwoch (18.30 Uhr) sehen die Störche einem neuen Höhepunkt entgegen. Beim SC Verl geht es um den Einzug ins Achtelfinale des DFB-Pokals. Die Kieler sind beim Tabellenführer der Regionalliga West zwar favorisiert, doch den Begriff Selbstgänger weist KSV-Kapitän Hauke Wahl meilenweit von sich.

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