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Holstein Kiel Emmanuel Iyoha trifft auf Ex-Klub
Sport Holstein Kiel Emmanuel Iyoha trifft auf Ex-Klub
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11:56 14.02.2020
Von Clemens Behr
Immer in Bewegung: Holsteins Emmanuel Iyoha. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Gut gelaunt nahm Zweitligist Holstein Kiel am Donnerstag die Vorbereitung auf das Spiel beim FC Erzgebirge Aue auf. Den Tabellennachbarn vor der Brust, den Schwung aus dem Sieg im Nordduell gegen St. Pauli im Rücken. „Die Laune ist bestens, und auf dem Platz fällt alles ein bisschen leichter“, sagt Emmanuel Iyoha, für den es am Sonntag eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte wird. In der letzten Saison lief die Leihgabe von Fortuna Düsseldorf noch für Aue auf.

Emmanuel Iyoha ist einer der laufstärksten Kieler

„Auflaufen“ ist beim Offensivmann in der Tat wörtlich zu nehmen: Iyoha gehört zu den laufstärksten Kielern, spulte gegen St. Pauli 12,56 Kilometer ab – nur der Hamburger Rico Benatelli lief mehr (13,01 km). „Ich bin ein Spieler, der viel über die Physis kommt. In Bewegung zu sein ist wichtig, auch wenn man selbst nicht angespielt wird, macht man Räume für die Mitspieler frei“, so Iyoha. Mangelnden Einsatz kann man ihm nicht vorwerfen – nicht umsonst gilt der 22-Jährige in der Störcheschar als „Mr. Pressschlag“. „Ja, das kommt schon mal vor. Es gibt gerade im Training immer mal wieder Situationen, wo der Ball verspringt – ob das jetzt ein technischer Fehler ist oder der Platz – ich dann nachsetze, und es passiert ein Pressschlag“, sagt „Emma“ lachend. „Meistens bin ich dann der Gewinner der Situation, insofern ist alles gut. Solange ich vorbeikomme, ist es egal, wie.“

Der wichtige erste Kontakt

Doch gerade diese kleinen technischen Unzulänglichkeiten unterlaufen Iyoha immer wieder, auch gegen St. Pauli. „Der erste Kontakt ist extrem wichtig. Ist der gut, kann man oft schon an seinem Gegenspieler vorbeikommen, ohne noch in den Zweikampf gehen zu müssen. Das ist etwas, an dem ich noch arbeiten muss“, erklärt er.

"Das muss ich nächstes Mal besser machen"

Fünf Treffer hat Iyoha in dieser Saison erzielt – vier davon in der Fremde. Im neuen Jahr ist er noch bisher Tor, trotz Riesenchance zum 1:0 im Spiel am Montag. „Das wurmt einen natürlich. Ich habe mich in der Situation falsch entschieden“, sagt der Angreifer. „Jetzt muss ich schauen, dass ich es nächstes Mal besser mache und den Ball am Torwart vorbeibringe. Am besten natürlich direkt am Wochenende.“

Aue-Erfolg überrascht Iyoha nicht

Denn dann geht es gegen seinen Ex-Klub und Tabellennachbarn. „Die Platzierung im oberen Mittelfeld verwundert mich überhaupt nicht“, sagt Iyoha über die Lila-Weißen. „Fußball spielen können sie. Das haben sie in den vergangenen Jahren schon bewiesen – auch wenn sie in der Tabelle unten standen. Die Mannschaft hat sich jetzt noch mehr gefunden, ist super eingespielt. Das passt diese Saison zusammen.“ Dass der FCE entspannt auf die Tabelle schauen kann, ist vor allem der Heimstärke zu verdanken. Als einzige Mannschaft der Liga hat das Team von Dirk Schuster im eigenen Stadion noch nicht verloren. „Dafür wird es jetzt Zeit“, meint Iyoha.

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