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Holstein Kiel Holstein Kiel: Erster Sieg unter Markus Anfang
Sport Holstein Kiel Holstein Kiel: Erster Sieg unter Markus Anfang
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20:40 11.09.2016
Von Andreas Geidel
Auswärtserfolg: Holstein Kiel gewinnt in Paderborn. Quelle: Oliver Schwabe
Paderborn

Steven Lewerenz (44.), Dominick Drexler (53.) und Mathias Fetsch krönten mit ihren Treffern eine spielerische und kämpferische Klasseleistung der Störche und sorgten zugleich für die richtige Party-Stimmung beim Comebacker Dominic Peitz an dessen 32. Geburtstag.

Ein Hauch von Zweitliga-Luft wehte an diesem 11. September durch die Benteler-Arena. Verantwortlich zeichnete dafür vor allem der Gast aus Kiel. Denn die Störche gingen von Beginn an voller Selbstbewusstsein zur Sache. Deutlich war das Bemühen zu erkennen, Anfangs Vorgaben umzusetzen. Schnelles Umschaltspiel in beide Richtungen und vor allem flache Pässe im Spielaufbau – auch unter Bedrängnis, wann immer möglich in vertikale Richtung und stets unter Einbeziehung von Torwart Kenneth Kronholm als elften Feldspieler. Hoch-Weit-Schläge aus dem eigenen Hoheitsgebiet bildeten die Ausnahme. Gefragt waren bei dieser Ballbesitz-Strategie Kreativität und Mut zum Risiko.

Was den zum Teil technisch anspruchsvollen Kombinationsansätzen zunächst fehlte, war die finale Präzision rund um die gegnerische Box. Da die Defensive der Kieler zudem aufmerksam arbeitete, blieben Torchancen im ersten Durchgang Mangelware.

Ein von Patrick Kohlmann abgefälschter Schuss von Sebastian Schonlau (20.) und ein Freistoß von Sven Michel (25.) – mehr hatten die vergleichsweise bieder wirkenden Paderborner nicht zu bieten.

 Anders die Störche, die sich und ihre rund 350 Schlachtenbummler in der 44. Minute für den couragierten Auftritt belohnten. Kingsley Schindler nutzte den Freiraum auf der rechten Außenbahn und flankte flach quer durch den Strafraum der Ostwestfalen. Von der gegenüberliegenden Seite stürmte Steven Lewerenz heran und schoss die Kugel aus fünf Metern zur umjubelten Kieler Führung ein.

Wie ist es um die Fitness der „Roten Teufel“ von der Förde bestellt, hält die Kondition bei den hochsommerlichen Temperaturen? Eine erste Antwort gab Dominick Drexler sechs Minuten nach Wiederanpfiff. Eine flache Hereingabe von Niklas Hoheneder – „natürlich“ von der rechten rechten Seite - verwertete der Ex-Aalener aus sieben Metern zum 2:0 der KSV-Holstein.

Doch plötzlich wurde es turbulent. Nur 120 Sekunden nach dem zweiten Nackenschlag zeigten die Gastgeber die erste zählbare Reaktion. Nach Freistoß Christian Bickels staubte Ben Zolinski zum 1:2 ab (53.). Die Störche schüttelten sich nur kurz. Lewerenz (56.) hämmerte einen 20-m-Freistoß ans SCP-Lattenkreuz, Hoheneder köpfte den Abpraller übers leere Gehäuse. Mathias Fetsch (61.) zielte nach Drexler-Zuspiel denkbar knapp vorbei.

Doch zwei Minuten später sorgte der zweite Versuch dieses Duos für die Vorentscheidung. Drexlers Flachpass – erneut vom rechten Flügel - schob Fetsch (63.) zur 3:1-Führung ein. Dass Drexler (74.) und Lewerenz (83.) noch weitere Hochkaräter ausließen, geriet an diesem Nachmittag zur Randnotiz.

Blieb aber im Gedächtnis von Anfang haften. „Da hat uns ein Stück weit Effektivität gefehlt. Auch haben wir noch zu viele Standards des Gegners zugelassen. Aber wir wollen nach acht bis zehn Tagen Arbeit auch keine Traumschlösser bauen. Ein gutes Spiel mit einem verdienten Sieg – die Jungs liegen nach dem 3:0 gegen Zwickau und dem zweiten Dreier in Folge im positiven Trend.“        

SC PaderbornHolstein Kiel 1:3

SC Paderborn:: Kruse – Zolinski, Sebastian, Strohdiek, Bertels – Kruska (70. Dedic), Krauße (46. Piossek) – Vucinovic (46. Bickel) , Schonlau, Michel – van der Biezen.

Holstein Kiel: Kronholm – Herrmann, Schmidt, Czichos, KohlmannHoheneder (61. Peitz), Siedschlag – Schindler (74. Janzer),  Drexler, LewerenzFetsch (86. Bieler).

Schiedsrichter: Robert Schröder (Hannover) – Tore: 0:1 Lewerenz (44.), 0:2 Drexler (51.), 1:2 Zolinski (53.), 1:3 Fetsch (63.) – Zuschauer: 5726 – Gelbe Karten: Bertels/Hoheneder, Czichos.  

Alle Spielszenen können Sie im KN-KSV-Liveticker nachlesen.

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