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Holstein Kiel Holstein Kiel: Komenda fällt nicht nur bei Auswärtsspiel gegen Aue aus
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Holstein Kiel: Komenda fällt nicht nur bei Auswärtsspiel gegen Aue aus

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15:17 29.10.2020
Von Niklas Schomburg
Marco Komenda wird der KSV Holstein mit einem Ermüdungsbruch im Fuß mehrere Wochen fehlen. Quelle: Uwe Paesler
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Kiel

Komenda wird den Störchen nicht nur in Aue fehlen. "Das wird ein paar Wochen dauern", sagte Holstein Kiels Cheftrainer Ole Werner im Rahmen der virtuellen Spieltagspressekonferenz vor der Partie im Erzgebirge. Ebenfalls fehlen werden weiterhin Noah Awuku (Reha nach Achillessehnenriss), Torhüter Thomas Dähne (individuelles Training nach Covid-19-Erkrankung), Fabian Reese (Rotsperre) und Jonas Sterner (bei der U23).

Rotation im Erzgebirge?

Umstellen muss Werner in Aue so oder so - wirft der Kieler Coach nach der schwachen Leistung gegen Fürth die Rotationsmaschine an? "Insgesamt waren wir mit der Leistung gegen Fürth nicht zufrieden - vielleicht geht hier oder da eine Tür auf, die in den Wochen zuvor wegen guter Leistungen geschlossen war", sagte Werner, wollte sich darüber hinaus aber nicht in die Karten schauen lassen. Als erster Komenda-Vertreter steht Stefan Thesker bereit, auch Phil Neumann könnte im Zentrum oder für Jannik Dehm auf der Rechtsverteidigerposition auflaufen. Im Mittelfeld warten Finn Porath und Last-Minute-Neuzugang Joshua Mees auf ihre nächste Chance.

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Liveticker:Erzgebirge Aue gegen Holstein Kiel

Im Erzgebirge wartet ein dickes Brett auf die KSV, dessen ist sich Werner sicher. "Aue hat eine sehr robuste, sehr körperliche Mannschaft, die mit Ball sehr zielgerichtet spielt", so der 32-Jährige. "Sie haben viele schnelle Spieler, mit Pascal Testroet einen starken Zielspieler in der Spitze, schließen aber auch aus der zweiten Reihe ab und gehen schnell auf die zweiten Bälle." Es gehe darum, die direkten Duelle für sich zu entscheiden - gegen Fürth hatte Holstein nur 41 Prozent der Zweikämpfe gewonnen. "Daran haben wir unter der Woche hart gearbeitet", erklärte Werner. Immerhin weckt das Erzgebirgsstadion gute Erinnerungen: Im Februar fügte Holstein dem FCE eine von nur drei Heimniederlagen der vergangenen Saison zu

Werner: "Spiele ohne Zuschauer dürfen nicht zur Routine werden"

Der Störchetross wird zum per Flugzeug aus Kiel nach Leipzig und weiter mit dem Bus nach Aue reisen, auch um das Infektionsrisiko auf der Auswärtstour so gering wie möglich zu halten. Denn trotz eines Inzidenzwertes von 225,4 im Erzgebirgskreis sind am Sonnabend 500 Zuschauer auf den Rängen erlaubt. "Wir reisen und wohnen sehr abgeschottet und von anderen Hotelgästen und so weiter getrennt - ich sehe kein erhöhtes Risiko", sagte Werner.

Ab 2. November gelten dann die verschärften Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus - und damit wie bereits nach dem Neustart im Mai Geisterspiele für die Profi-Kicker. Die aktuelle Pandemielage gehe auch an den Fußballern nicht spurlos vorbei, sagte Werner. "Wir hatten alle gehofft, dass wir auf dem Weg zu mehr Normalität sind - nun geht es leider in die andere Richtung. Ich bin froh, dass wir überhaupt weiter spielen können, andere Branchen sind viel härter betroffen. Spiele ohne Zuschauer sind trotz der Erfahrungen der vergangenen Monate alles andere als Routine, und sie dürfen auch nicht zur Routine werden. Wir Sportler spüren ja auch, dass es alles verändert, dass es auch das Spiel verändert."

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