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Holstein Kiel Kommt Fiete Arp zurück in den Norden?
Sport Holstein Kiel

Holstein-Kiel: Kommt Fiete Arp zurück in den Norden?

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15:03 15.06.2021
Von Andreas Geidel
Kommt Fiete Arp nach Kiel?
Kommt Fiete Arp nach Kiel? Quelle: Sven Hoppe
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Kiel

Nach Miro Muheim (23, Linksverteidiger vom FC St. Gallen), der für 200000 Euro Leihgebühr für zunächst ein Jahr in den Volkspark wechselt, machte der 26-jährige Meffert mit seiner Signatur unter einen Dreijahres-Kontrakt den Personal-Doppelpack des HSV perfekt. „Es lag nicht in unseren Händen, ob Jonas bleibt oder nicht“, so Uwe Stöver, Geschäftsführer Sport der Störche, „wir hätten ihn natürlich gern in Kiel gehalten.“

Es kommt also für den gebürtigen Kölner Meffert zum Wiedersehen mit seinem Ex-Trainer Tim Walter. Der neue Coach der Hanseaten hatte Meffert im Juli 2018, damals in Diensten der Störche, ablösefrei vom SC Freiburg an die Förde gelotst. Mefferts Vertrag in Kiel war im Juni 2019 durch den ehemaligen KSV-Sportchef Fabian Wohlgemuth vorzeitig um ein Jahr bis 2022 verlängert worden. Laut Informationen dieser Zeitung beinhaltete dieses Arbeitspapier eine auf 500000 Euro bezifferte Ausstiegsklausel bei einem vorzeitigen Wechsel im Bundesliga-Unterhaus.

Eine Summe, die die Störche in neues Personal reinvestieren sollten. Denn mit Meffert (96 Pflichtspiele und fünf Tore für Holstein) sowie den weiteren Abgängen Janni Serra (Arminia Bielefeld) und Jae-Sung Lee (Ziel noch unbekannt) verlieren die Kieler die drei tragenden Säulen ihrer zentralen Achse vor der Abwehr.

Kommt Fiete Arp nach Kiel?

Das aktuelle Aufgebot des DFB-Pokal-Halbfinalisten von der Förde umfasst 26 Profis. Darunter sind die ablösefreien Neuverpflichtungen Julian Korb (29/Rechtsverteidiger/zuletzt vereinslos) und Marcel Benger (22/defensives Mittelfeld/Gladbach II), den der ebenfalls neue KSV-Assistenztrainer Dirk Bremser gut aus gemeinsamen Tagen bei den Borussen-Fohlen kennt.

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Ob der gebürtige Bad Segeberger Fiete Arp (21), vor wenigen Jahren als deutsches Supertalent gepriesen, vom FC Bayern tatsächlich in den Norden zurückkehrt, steht noch in den Sternen. Weder die Störche-Offiziellen um Uwe Stöver noch Arp-Berater Jürgen Milewski wollten sich am Montag zu diesem Thema äußern.

Arps steiler Karriereweg schien programmiert: Am 30. September 2017 im zarten Alter von 17 Jahren das Erstliga-Debüt mit dem HSV, einen Monat später jüngster Bundesliga-Torschütze der Hanseaten. 2019 wechselte er für eine Ablöse in Höhe von drei Millionen Euro zum FC Bayern. Laut übereinstimmenden Medienberichten soll das Jahresgehalt seines bis 2024 datierten Vertrages rund fünf Millionen Euro betragen.

Bayern planen Abfindung für Arp

Der sportliche Durchbruch gelang dem ehemaligen Junioren-Nationalstürmer an der Isar nicht. Vor der Saison 2020/21 wechselte er auf eigenen Wunsch fest in die zweite Elf. Sein Plan, in der dritten Liga nachhaltig auf sich aufmerksam machen zu können, ging nicht auf. Im verlorenen Finale um den Klassenerhalt stand das in München verblasste Juwel im Heimspiel gegen Halle nicht einmal mehr im Kader.

Laut „Bild“ planen die Bayern-Bosse die Vertragsauflösung, wollen Arp demnach sogar eine Abfindung in zweistelliger Millionenhöhe zahlen.

Und auch der 1,84 m große Blondschopf selbst möchte zurück in den Norden. Neben der KSV Holstein, die laut Informationen von „Sport1“ großes Interesse an einer Verpflichtung des Schleswig-Holsteiners besitzen soll, gilt Hannover 96 als mögliche neue Adresse des Youngsters.

Mit Adrian Fein dürfte auch ein anderer Bayern-Profi mit HSV-Vergangenheit wenig Lust verspüren, angesichts der übermächtigen Mittelfeld-Konkurrenz künftig auf Viertliga-Niveau die Stiefel schnüren zu müssen. Der 22-Jährige spielte zuletzt auf Leihbasis für PSV Eindhoven (13 Einsätze mit 404 Spielminuten/1 Tor). Die Niederländer machten keinen Gebrauch von der möglichen Kaufoption. Sein Vertrag in München endet 2023. Fein, auf Leihbasis der neue Mann für die nach Mefferts Abschied vakante Sechserposition bei Holstein Kiel?

Andrè Haase 14.06.2021
KN-online (Kieler Nachrichten) 14.06.2021
KN-online (Kieler Nachrichten) 14.06.2021