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Holstein Kiel Weiter geht die wilde Zweitliga-Fahrt
Sport Holstein Kiel

Holstein Kiel gegen VfL Osnabrück: Weiter geht die wilde Zweitliga-Fahrt

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09:31 02.01.2021
Von Niklas Schomburg
Holstein-Trainer Ole Werner (2.v.li.) versammelte seine Störche um (v.li.) Joshua Mees, Fin Bartels, Marco Komenda und Phillip König auch am Neujahrstag zum Training. Schon am Sonntag geht es gegen den VfL Osnabrück. Quelle: Patrick Nawe/Holstein Kiel
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Kiel

Und damit ein Kieler Angstgegner. In den vergangenen 14 Jahren etwa gab es für die KSV nur einen Sieg gegen den VfL: Im März 2015 schoss Marlon Krause Holstein im Drittliga-Heimspiel zu einem 1:0-Erfolg. Davon abgesehen kassierten die Störche von den Veilchen regelmäßig eben solche und in der vergangenen Saison jeweils vier Tore (2:4 in Kiel, 1:4 in Osnabrück). Vergangenheit, dennoch: Der Tabellenneunte ist ein echter Prüfstein für die Höhenluft schnuppernden Kieler.

Auswärtsstarke Veilchen wollen auch in Kiel punkten

Zwar war der VfL-Trend zuletzt negativ: Vor der kurzen Weihnachtspause gab es inklusive des 0:1 im Pokalspiel gegen Bundesligist 1. FC Köln drei Niederlagen ohne eigenen Treffer. Auf fremdem Platz aber holten die Niedersachsen in der laufenden Saison bereits zwölf Punkte, verloren nur in Düsseldorf. „Osnabrück ist eine Mannschaft, die immer mutig agiert und spielerische Lösungen sucht“, charakterisiert Holsteins Cheftrainer Ole Werner den Gegner vor dem Duell am Sonntag (13.30 Uhr im Liveticker). „Sie haben viele junge, talentierte Spieler – und werden sich auch auswärts nicht verstecken.“

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Sein Gegenüber Marco Grote sieht das Spiel beim Tabellenführer als „coole Aufgabe und Herausforderung“. „Wir werden versuchen, Holstein auf Augenhöhe zu begegnen und auch da etwas mitzunehmen.“ Dass die KSV nach 13 Spieltagen von der Spitze grüßt, überrascht Grote nicht. „Dass sie ein Kandidat für ganz oben sind, hatte sich schon im vergangenen Jahr angedeutet. Der Kader ist für die Zweite Liga extrem gut besetzt, zudem hatten sie bislang wenig Verletzungspech und haben gute Leute dazu bekommen“, so der VfL-Coach, der in Kiel wieder voll auf seine Stürmer zählen kann: Christian Santos, ehemaliger venezolanischer Nationalspieler und Sommer-Neuzugang vom spanischen Klub Deportivo La Coruña, und der Ex-Kieler Marc Heider haben nach ihren Verletzungen weiter aufgeholt. Vor allem Santos könnte in der Startformation stehen. „Christian ist wieder voll im Training und macht einen guten Eindruck“, sagte Grote.

Lee-Gerüchte stören Werner nicht

Einen guten Eindruck hatte auch KSV-Trainer Werner von seinem Team, eine Zäsur befürchtet der 32-Jährige durch die kleine Pause nicht. „Wir hatten sehr engagierte Einheiten, und ich habe das Gefühl, dass uns die Pause sehr gut getan hat. Die ersten Tage auf dem Platz waren richtig gut.“ Daran ändern auch die kleinen Störfeuer des geöffneten Transfermarkts nichts, dessen Gerüchteküche unter anderem in Sachen Jae-Sung Lee brodelt: Angeblich soll der Hamburger SV weiter Interesse am südkoreanischen Nationalspieler haben, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft, nachdem der ehemalige Bundesliga-Dino im vergangenen Sommer bei KSV-Sportchef Uwe Stöver angeblich mit einer Drei-Millionen-Euro-Offerte abgeblitzt war. „Das ist innerhalb der Mannschaft überhaupt kein Thema“, sagte Holstein-Coach Werner. „Wir sehen uns als Gruppe ja jeden Tag und haben interne Einblicke, wie sich jeder gibt. Und alle verhalten sich wie immer.“ Dass um eine Transferperiode herum Gerüchte aufkommen, gehöre dazu und könne man nicht verhindern. „Wir haben unsere Haltung in dieser Frage formuliert, und daher spielen die Gerüchte für uns aktuell keine Rolle.“ Holstein will Lee bis zum Sommer halten, auch wenn der Offensivspieler dann ablösefrei zu haben ist.

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Voller Fokus auf Osnabrück, mit voller Kraft gegen die Veilchen. Die Störche, die mit Ausnahme des rekonvaleszenten Noah Awuku (Aufbau nach Achillessehnenriss) und des als Winter-Neuzugang erst am 15. Spieltag spielberechtigten Mikkel Kirkeskov wohl in voller Besatzung antreten können, gehen mit breiter Brust in die erste von sieben Partien im Januar 2021. „Für uns ist es einfach ein gutes Gefühl, oben zu stehen“, sagte KSV-Rechtsverteidiger Jannik Dehm. „Und dieses Gefühl nehmen wir auch in das Spiel gegen Osnabrück mit.“

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