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Holstein Kiel Holstein Kiel holt Dominic Peitz
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19:24 13.05.2016
Von Andreas Geidel
Dominic Peitz beim Relegationsspiel des Karlsruher SC gegen den Hamburger SV. Quelle: imago
Kiel

Am Sonntag (15.30 Uhr) läuft Dominic Peitz zum 113. und zugleich letzten Mal für den Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC auf. Gegner im heimischen Wildpark ist zum Saisonfinale Arminia Bielefeld. Im kommenden Spieljahr heißen die Kontrahenten für den 31-Jährigen Fortuna Köln und Chemnitzer FC. Denn der 1,96 Meter große Mittelfeld-Kämpfer verlässt den Süden und wechselt zum Drittligisten Holstein Kiel.

Dominic Peitz, schon wegen seiner Körpergröße der neue Leuchtturm an der Förde – und im Idealfall auch die künftige Galionsfigur die Störche.

Der in Geseke bei Paderborn geborene Musterprofi hat bei der KSV Holstein einen Dreijahresvertrag unterschrieben, Angebote unter anderem von Zweitligaaufsteiger Dynamo Dresden ausgeschlagen. Nach Spielmacher Luca Dürholtz (22/Dresden) und Offensiv-Allrounder Dominick Drexler (25/VfR Aaalen) ist Peitz der dritte hochkarätige Neuzugang der Kieler binnen drei Tagen.

„Wir freuen uns alle sehr, dass Dominic sich für die KSV entschieden hat“, so Holstein-Cheftrainer Karsten Neitzel: „Wir versprechen uns in sportlicher Hinsicht viel von ihm, aber Dominic ist für die Mannschaft auch außerhalb des Platzes ein Gewinn.“

Der routinierte Neu-Storch, der vom Kieler Anwalt Steffen Schneekloth beraten wird, fiebert seiner neuen Herausforderung ebenfalls entgegen: „Unter den Angeboten hat mich in Kiel die Kombination aus sportlichen Ambitionen, Verein und Stadt am meisten beeindruckt.“ Er habe sich in Karlsruhe sehr wohl gefühlt, seine Frau Britta habe dort im Januar 2015 Töchterchen Ida zu Welt gebracht, doch der KSC habe nur einen Vertrag über ein Jahr vorgeschlagen. „Am Ende des Tages zu wenig“ für den verantwortungsbewussten Familienvater.

Seit 2012 trägt der Vorzeige-Zweikämpfer das KSC-Trikot, verpasste im Vorjahr – analog zu seinem neuen Arbeitgeber – den Aufstieg erst in allerletzter Sekunde. In der Erstliga-Relegation unterlagen die Karlsruher dem HSV bekanntlich nur denkbar knapp. 2012 war Peitz vom Bundesligisten FC Augsburg zu den Badenern übergesiedelt. Und feierte gleich in seiner ersten Serie die Drittliga-Meisterschaft und den Sprung ins Bundesliga-Unterhaus. In seinen vier Jahren am Wildpark war Peitz nicht ein einziges Mal ernsthaft verletzt.

Zuvor hießen seine Stationen Paderborn, Werder Bremen II, Osnabrück, Union Berlin und Rostock. Peitz bestritt 175 Zweitliga- und 27 Drittliga-Spiele, kam zudem in 107 Partien der damals drittklassigen Regionalliga zum Einsatz. Einer, der ihn als Kollegen kennen und schätzen gelernt hat, ist Holstein-Linksverteidiger Patrick Kohlmann. „Wir haben zwei Jahre bei Union Berlin zusammen gespielt. Dominic ist definitiv ein guter Typ. Er war bei meiner Hochzeit, ich bei seiner. Der übernimmt Verantwortung, schont weder sich noch den Gegner und hat bestimmt 100.000 Kopfballduelle gewonnen“, lobt Kohlmann seinen alten, neuen Mitstreiter.

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