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Holstein Kiel Ole Werner: „Wir freuen uns auf das Viertelfinale in Essen"
Sport Holstein Kiel

Holstein Kiel spielt im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Rot-Weiss Essen

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20:24 07.02.2021
Von Niklas Schomburg
Im DFB-Pokal-Viertelfinale kommt es zum ersten Aufeinandertreffen zwischen Rot-Weiss Essen und Holstein Kiel seit fast 15 Jahren: Das letzte Mal gastierte Holstein am 1. April 2006 mit Michael Niedrig (re.) und Sven Boy an der Essener Hafenstraße und verlor 0:2.
Im DFB-Pokal-Viertelfinale kommt es zum ersten Aufeinandertreffen zwischen Rot-Weiss Essen und Holstein Kiel seit fast 15 Jahren: Das letzte Mal gastierte Holstein am 1. April 2006 mit Michael Niedrig (re.) und Sven Boy an der Essener Hafenstraße und verlor 0:2. Quelle: Patrick Nawe / Holstein Kiel
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Kiel

„Wir freuen uns auf das Viertelfinale in Essen. Ich glaube, ein Spiel an der Hafenstraße unter Flutlichtbedingungen ist etwas Besonderes“, sagte KSV-Cheftrainer Ole Werner. „Essen hat gezeigt, dass sie sogar Bundesligisten schlagen können. Es treffen zwei der Überraschungen des diesjährigen Pokals aufeinander, darauf freuen wir uns.“

Segler Herrmann lost Holstein an die Hafenstraße

Als zweite Paarung bescherte Weltumsegler Boris Herrmann der KSV die Fahrt zum Pokalschreck Rot-Weiss Essen – irgendwie passenderweise – im Stadion an der Hafenstraße. Der zugeschaltete RWE-Trainer Christian Neidhart zeigte sich „nicht unglücklich“: „Wir haben vor der Auslosung davon gesprochen, dass wir natürlich krasser Außenseiter sein werden, aber einen Gegner haben möchten, bei dem die Wahrscheinlichkeit gegeben ist, noch eine Runde weiterzukommen“, so Neidhart. „Jetzt haben wir mit Kiel einen Zweitligisten bekommen. Wir werden in dem Spiel größere Chancen haben, als wir gegen Wolfsburg oder Leipzig gehabt hätten.“

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Dennoch warnte Neidhart vor allzu großer Euphorie im Umfeld des Regionalligisten: „Wir dürfen nicht den Fehler machen, dass die Erwartungshaltung umkippt und unser Umfeld uns für favorisiert hält. Kiel ist eine Spitzenmannschaft der Zweiten Liga, auch hier sind wir der Underdog und brauchen einen Sahnetag, um eine Chance zu haben.“

Neidhart streute aber auch gleich ein wenig Pfeffer ins Duell des Underdogs aus der Vierten Liga und dem Zweitliga-Dritten, sagte: „Auch in dieser Partie sind es die Kieler, die mehr zu verlieren haben als wir. Wer gegen die Bayern gewinnt, will schließlich nicht danach an einem Viertligisten scheitern...“

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Essens Weg ins Viertelfinale führte über Bielefeld, Düsseldorf und Leverkusen

Dabei bewies RWE in den vergangenen drei Pokalrunden, dass sie mit den Großen mithalten können. Der Regionalligist bezwang in der ersten Runde Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 1:0, setzte sich in Runde zwei mit 3:2 gegen Holsteins kommenden Zweitligagegner Fortuna Düsseldorf durch und zog parallel zum KSV-Sieg gegen Darmstadt am Dienstag durch ein 2:1 nach Verlängerung gegen den Bundesliga-Fünften Bayer Leverkusen in die Runde der letzten Acht ein.

„Wir freuen uns über das Los – aber das wird nichtsdestotrotz eine schwere Aufgabe“, sagte Holsteins Mittelfeldspieler Finn Porath. „Wir werden sie auf keinen Fall unterschätzen. Dennoch haben wir eine Riesen-Chance, ins Halbfinale einzuziehen. Und die wollen wir definitiv ergreifen.“

Alle sieben Auswärtsspiele bei RWE verlor die KSV

Das Duell zwischen Rot-Weiss Essen und der KSV Holstein gab es bislang 14 Mal: sechs Mal in der Zweiten Bundesliga Nord zwischen 1978 und 1981 – unter anderem in der Saison 79/80, als RWE-Legende Willi „Ente“ Lippens den Störchen beim Essener 6:0 drei Tore einschenkte und nach dem 4:0 zum Kieler Thorsten Neumann sagte: „Hoch gewinnt ihr hier nicht mehr“ – sowie acht Mal in der drittklassigen Regionalliga Nord. In der Gesamtbilanz stehen zwei Kieler Siege, vier Remis und acht Niederlagen. Alle sieben Auswärtsspiele an der Essener Hafenstraße gingen dabei verloren. Zu den letzten beiden Partien kam es in der Regionalligasaison 2005/2006: Das Heimspiel am 24. September 2005 gewannen die Störche mit 3:1 nach Toren von Björn Lindemann, Pavel Dobry und Frank Paulus, das Auswärtsspiel ging (traditionell) verloren, beim 1:2 am 1. April 2006 erzielte André Breitenreiter das Tor für die Störche.

Borussen-Duell in Mönchengladbach

Segel-Star Boris Herrmann zog zudem zwei reizvolle Erstliga-Duelle: Borussia Mönchengladbach empfängt im West-Kracher Borussia Dortmund, außerdem hat RB Leipzig Heimrecht gegen den VfL Wolfsburg. Im vierten Spiel hat der Zweitligist SSV Jahn Regensburg den Erstligisten Werder Bremen zu Gast. Die Spiele des Viertelfinals finden am 2. und 3. März statt. Über die zeitgenaue Ansetzung wird in den kommenden Tagen entschieden. Die Halbfinal-Partien sind für den 1. und 2. Mai vorgesehen, das Endspiel steht am 13. Mai in Berlin an.

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