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Holstein Kiel Schneekloths Kritik an steigenden Etats
Sport Holstein Kiel

Holstein Kiels Präsident kritisiert unsolidarisches Wirtschaften im Fußball

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14:52 29.03.2021
Fordert eine Reduzierung von Gehältern und Beraterkosten: Steffen Schneekloth.
Fordert eine Reduzierung von Gehältern und Beraterkosten: Steffen Schneekloth. Quelle: Arne Dedert/dpa
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Kiel

Holstein Kiels Vereinspräsident hat das fahrlässige Wirtschaften einer Reihe von deutschen Profifußballklubs in der Corona-Pandemie kritisiert. "In der Pandemiekrise, die mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen für alle Klubs verbunden ist, mit erhöhten Personalkosten zu reagieren, erscheint mir fahrlässig und unsolidarisch mit Blick auf die anderen Vereine", sagte Steffen Schneekloth dem Fachmagazin "Sponsors".

Bis zu zwei Milliarden Euro Umsatzverlust bis 2022 möglich

Viele Vereinsvertreter seien "in der schwersten Krise, in der sich die Bundesliga seit ihrer Gründung im Jahre 1963" befinde, offenbar bereit, auf die Karte Risiko zu setzen, "um mögliche sportliche Ziele, die so allerdings gar nicht fest planbar sind, zu erreichen", monierte Schneekloth.

Offenbar sei vielerorts noch nicht bemerkt worden, dass die Klubs einschließlich der vergangenen Saison bis Ende 2021/22 bis zu zwei Milliarden Euro Umsatzverlust machen könnten.

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"Ich habe dafür kein Verständnis", sagte Schneekloth, der auch einer der Sprecher des DFL-Präsidiums und Mitglied im DFB-Vorstand ist. "Die Reduktion der Klub-Einnahmen durch die Corona-Pandemie und die geringeren Medien-Erlöse ab der Saison 2021/22 sind nicht antizipiert worden."

Mit Mehrjahresverträgen für Profis sei man wirtschaftliche Verpflichtungen über einen längeren Zeitraum eingegangen. Nun gelte es, am größten Kostenpunkt der Budgets zu sparen. Schneekloth: "Das sind zweifelsohne die Personalkosten für die Spieler. Wenn das nicht passiert, funktioniert der Betrieb Fußball in der Bundesliga, in der Zweiten Liga und auch in der Dritten Liga irgendwann nicht mehr."

"Auf der Kostenseite muss dringend etwas passieren"

Größte Herausforderung sei es, mit den reduzierten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so umzugehen, dass der Fortbestand der Profiklubs dauerhaft gesichert werden könne.

"Das wird nur dann möglich sein, wenn die Vereine jetzt mutig an unbequeme Themen gehen, etwa die angesprochene Reduzierung der Gehälter und Beraterkosten. 20 bis 30 Prozent Einnahmenverluste zeigen, dass dringend etwas auf der Kostenseite passieren muss."

Von dpa

Niklas Schomburg 26.03.2021
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