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Holstein Kiel Duell der Wundertüten
Sport Holstein Kiel Duell der Wundertüten
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21:35 10.09.2016
Von Andreas Geidel
Spiegelbild der Hoffnung: Holsteins Neuzugang Dominic Peitz steht knapp sieben Wochen nach seinem Innenbandanriss vor der Premieren-Nominierung für den Drittliga-Kader. Quelle: Frank Molter
Kiel/Paderborn

Wie stark ist der Zweitligaabsteiger aus Ostwestfalen nach der Länderspielpause wirklich? Welche Impulse kann das aus dem Nachwuchsstab Bayer Leverkusens stammende Trainerduo der Störche, Markus Anfang und Tom Cichon, nach nur zehn Tagen Arbeit in neuer Umgebung im Stresstest der Drittliga-Premiere setzen? Und zählt der Kieler Königstransfer Dominic Peitz nach knapp siebenwöchiger Verletzungspause erstmals in einem Punktspiel zum Kader?

 Zumindest in Sachen Peitz besteht Anlass zum Optimismus. Sollte das linke Knie des Mittelfeld-Routiniers auch das heutige Abschlusstraining schadlos überstehen, dürfte der Ex-Karlsruher seinen Platz im Teambus sicher haben. Ob Peitz im Optimalfall von Beginn an aufläuft oder seine Erfahrung als Einwechselspieler auf das Feld bringt, ließ Chefcoach Anfang am Freitag noch offen. Es wäre auf jeden Fall ein Comeback mit besonderen Vorzeichen. Peitz, im rund 20 Kilometer von Paderborn enfernt gelegenen Geseke geboren, feiert am Sonntag seinen 32. Geburtstag.

 Auch für dessen Vertreter auf der „Sechser“-Position, Niklas Hoheneder, ist der Trip nach Ostwestfalen keine alltägliche Dienstreise, stand der 30-Jährige doch in der vergangenen Serie beim SCP unter Vertrag. Seine Erinnerungen sind zwiespältig. Die fünfmonatige Begegnung mit Promi-Coach Stefan Effenberg bewertet Hoheneder im Rückblick „als Riesending. Ganz Deutschland hat auf uns geschaut“. Dass der Erfolg indes auch unter dem „Tiger“ ausblieb, lastet der Neu-Kieler keineswegs Effenberg allein an: „Er war nie arrogant zu uns, hat sich immer vor die Spieler gestellt. Wir Spieler haben’s verbockt. Das war der erste Abstieg in meiner Karriere. Und der tut mit heute noch leid für die Fans der Region.“

 Schnee von gestern, was am Sonntag erforderlich ist, formuliert der etatmäßige Innenverteidiger Hoheneder, der zuletzt vor sechs Jahren bei Sparta Prag auch in der Champions-League-„Quali“ und in der Europa League im defensiven zentralen Mittelfeld gespielt hatte, in Kurzform: „Wir wissen, was zu tun ist, wir müssen es nur noch machen.“ Forsche Töne schlägt derweil der Paderborner Last-Minute-Neuzugang Markus Piossek (174 Drittliga-Einsätze) an: „Ich bin nicht aus Kaiserslautern hierher gewechselt, um zwei Jahre in der Dritten Liga zu spielen.“

Ein Interview mit dem neuen Trainer Markus Anfang sehen Sie hier:

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