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Holstein Kiel Bloß nicht in die Fettgruppe
Sport Holstein Kiel Bloß nicht in die Fettgruppe
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08:45 15.01.2016
Von Thomas Pfeiffer
Ernährung ist Trumpf: Athletik-Trainer Timm Sörensen ist mit der Menü-Auswahl von Niklas Jakusch (re.) sehr zufrieden. Quelle: Uwe Paesler
Manavgat

Die 18-jährige Nachwuchshoffnung hat einen Körperfettanteil von 4,6 Prozent, für einen Leistungssportler deutlich zu wenig. Ob sämtliche Störche von der Notwendigkeit einer durchgehend angemessenen Nahrungsaufnahme restlos durchdrungen sind, ist nicht bekannt und natürlich auch nicht überprüfbar. „Wir geben den Spielern Empfehlungen, können aber deren Verhalten natürlich nicht 1:1 überprüfen“, sagt Timm Sörensen, der als Athletik-Trainer für Fitness und Ernährung zuständig ist. „Einmal in der Woche nehmen wir Gewichts- und Fettmessungen an den Spielern vor. So können wir beispielsweise nach dem Urlaub anhand der Daten erkennen, wer wie gelebt hat“, erläutert der Sportwissenschaftler, der seinen MA-Abschluss an der Universität Kiel gemacht hat und seit 2013 bei der KSV Holstein fest angestellt ist.

Das sind die Fotos vom vierten Tag im Trainingslager und dem Ausflug nach Antalya.

Der Körperfettanteil sollte bei Leistungssportlern zwischen acht und zwölf Prozent liegen. „Wer diesen Wert überschreitet, kommt bei uns in die sogenannte Fettgruppe“, erzählt der 32-Jährige. „Diese Spieler müssen regelmäßig nach den regulären Einheiten ihren Fettstoffwechsel trainieren und bekommen Ernährungshinweise.“

Dieses Sonder- oder Straftraining, wie man es auch nennen mag, muss Sicker nicht fürchten. „Arne hatte für Weihnachten von uns die Anweisung erhalten, mal richtig reinzuhauen, um wenigstens auf 4,9 Prozent zu kommen“, so Sörensen, der allen anderen Holstein-Spielern attestiert, sich in einem guten Bereich zu bewegen. „Wir müssen eher aufpassen, dass die Werte nicht zu weit nach unten fallen.“

Die Verführung hat im Mannschaftshotel einen Durchmesser von vier Metern: das Rundbuffet mit den Süßspeisen. Türkische Köstlichkeiten in allen Variationen locken mit reichlich Zucker. Das ist der Stoff, der in seiner Negativ-Wirkung für den Athleten (aber auch für jeden Nichtsportler) nur noch von Alkohol übertroffen wird. „Am besten gar nicht, Alkohol ist ein Zellgift“, sagt Sörensen. Sein Fazit mündet in die altbekannte, aber immer noch gültige Zauberformel von der „ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung“.

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