Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Holstein Kiel Kein Zwang zur Stürmersuche
Sport Holstein Kiel Kein Zwang zur Stürmersuche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:20 08.12.2016
Von Andreas Geidel
Jugendlicher Sturm- und Tatendrang: Der zurzeit verletzte Utku Sen (re.) erzielte in zwölf Bundesliga-Partien zwölf Treffer für die Jungstörche. Im Januar soll der 18-Jährige mit den Profis ins Trainingslager nach Spanien fliegen. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Am Ende indes blühte trotz des letzten Platzes im internen Ranking wieder der Flachs. Aus Sicht des Störche-Chefcoaches Markus Anfang ein positiv zu bewertender Zwischenfall beim Tabellenvierten: „Das gehört dazu. Wir fordern ja, dass die Spieler unbedingt gewinnen wollen. Im Training wie im Spiel.“ Die zuletzt gegen Regensburg (2:1) und in Rostock (4:1) bewiesene Siegermentalität soll am Sonnabend (14 Uhr) im letzten Heimspiel des Jahres gegen die SG Sonnenhof Großaspach zum dritten Dreier in Folge führen.

 Ein Problem: Drexler, der bei der dfb.de-Wahl zum Spieler des 17. Spieltages hinter dem Duisburger Zlatko Janjic auf Platz zwei landete, ist wegen seiner fünften Gelben Karte gesperrt. Erste Alternativen in vorderster Front sind Mathias Fetsch und Manuel Janzer.

Zahl der Stürmer überschaubar

 Die Anzahl der fürs Angriffszentrum zur Verfügung stehenden Stürmer ist indes überschaubar. Saliou Sane, der zurzeit ein Probetraining beim Liga-Konkurrenten Lotte absolviert, zählt nach seiner Suspendierung aus disziplinarischen Gründen nicht mehr zum Kader. Der Ex-Dortmunder Tammo Harder steckt noch im Formtief. Der regelmäßig zur Trainingsgruppe der Profis gehörende U19-Torjäger Utku Sen (zwölf Treffer in zwölf Partien der A-Junioren-Bundesliga) fällt wegen eines Bänderrisses im Sprunggelenk bis zum Jahresende aus. Der 18-Jährige fliegt aber mit großer Wahrscheinlichkeit vom 4. bis 11. Januar mit ins Trainingslager der Störche nach Südspanien.

 Muss die KSV Holstein in der Wintertransferperiode im Offensivbereich nachlegen? Noch vor gut vier Wochen nach dem 0:0 gegen Erfurt bestanden ob des Missverhältnisses zwischen Torchancen und Ertrag kaum Zweifel an der Bejahung dieser Frage. Drei Spiele und acht Treffer später liegen die Dinge zumindest statistisch anders. Dass sich 25 Saison-„Buden“ auf zehn Schultern verteilen, kann auch als Zeichen der von mannschaftlicher Geschlossenheit geprägten Unberechenbarkeit und damit als positives Signal interpretiert werden.

Wöchentliche Analyse

 „Wir lassen uns nicht von Ergebnissen leiten. Wir analysieren die Situation von Woche zu Woche und werden das auch nach dem letzten Spiel des Jahres in Halle machen“, sagt Holstein-Sportchef Ralf Becker: „Wenn wir das Gefühl haben, dass wir uns im Winter verbessern können, werden wir vielleicht handeln.“

 Ein Akteur, der ins Anforderungsprofil passen könnte, ist der pfeilschnelle Melvyn Lorenzen. Der 22-Jährige trug bis zum Sommer 2013 das Trikot der Störche, ehe er zu Werder Bremen wechselte, wo er 14 Bundesliga-Partien bestritt. In dieser Saison gehört Lorenzen zum Drittliga-Aufgebot der Hanseaten, die nach Informationen dieser Zeitung seinen Vertrag nicht über den 30. Juni 2017 hinaus verlängern wollen.

Von Dorf zu Dorf – und doch in eine andere Welt. Vier Spielzeiten schwang Oliver Zapel das Zepter beim SV Eichede.

Andreas Geidel 07.12.2016

Hinter Björn Lindemann liegt eine bewegte Karriere. In Deutschland stand dem talentierten Mittelfeldspieler einst sein Ruf als Lebemann im Weg, in Thailand stört dieses Image niemanden. Seit fast fünf Jahren spielt Lindemann in Südostasien, ist fernab der Heimat gereift und denkt nun über eine Rückkehr nach.

07.12.2016
Holstein Kiel Hansa Rostock gegen Holstein Kiel Störche zwingen Rostock in die Knie

Yes, we can! Dank einer vor allem in der zweiten Halbzeit eindrucksvollen Vorstellung hat der seit nunmehr sieben Partien ungeschlagene Fußball-Drittligist Holstein Kiel am Sonnabend vor 11.000 Zuschauern bei Hansa Rostock verdient mit 4:1 (1:1) gewonnen.

Andreas Geidel 03.12.2016