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Holstein Kiel Bartels kehrt zurück zu Holstein Kiel
Sport Holstein Kiel

Kieler Fin Bartels kehrt zurück zu Holstein Kiel

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19:43 05.08.2020
Von Niklas Schomburg
Fin Bartels kehrt zurück zu Holstein Kiel. Quelle: Holstein Kiel
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Kiel

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel hat erneut auf dem Transfermarkt zugeschlagen – und einen Rückkehrer verpflichtet: Offensivspieler Fin Bartels unterschrieb bei den Störchen einen Vertrag bis zum 30. Juni 2022. Der gebürtige Kieler hatte zuvor sechs Jahre lang im Dienst von Bundesligist SV Werder Bremen gestanden, der Kontrakt des 33-Jährigen war am 30. Juni ausgelaufen und nicht verlängert worden.

„Wir gewinnen mit Fin Bartels eine Persönlichkeit mit KSV-Vergangenheit“, beschrieb Sportchef Uwe Stöver das, was sich bei vielen Holstein-Fans ein wenig nach Rückkehr des verlorenen Sohnes anfühlt. Im Jahr 2002 war Bartels als 15-Jähriger zur KSV Holstein gewechselt, hatte das Fußball-ABC zuvor beim TSV Russee und der SpVg Eidertal Molfsee erlernt. Zur Saison 2005/06 rückte er als 18-Jähriger in den Profikader auf und feierte am 25. November 2005 im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf sein Profidebüt.

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Bartels wechselte 2007 aus Kiel nach Rostock

Nach zwei Jahren in der damals drittklassigen Regionalliga Nord (50 Spiele, fünf Tore) war Bartels für die KSV nicht mehr zu halten, er wechselte zum Bundesliga-Aufsteiger FC Hansa Rostock. Drei Saisons spielte Bartels für die Kogge, erzielte in Bundesliga und Zweiter Liga in 83 Spielen 14 Tore, absolvierte 2008 sein einziges U21-Länderspiel. Nach dem Hansa-Abstieg in die Dritte Liga 2010 zog es den Offensivallrounder zu Bundesliga-Aufsteiger FC St. Pauli (122 Spiele, 22 Tore), wo er sich zum absoluten Leistungsträger entwickelte.

2014 schloss sich Bartels dem SV Werder an. An der Weser sammelte Bartels in sechs Jahren 131 Einsätze und schoss 24 Tore. Vor allem in den vergangenen drei Jahren kämpfte er jedoch immer wieder mit Verletzungen. Ein Achillessehnenriss im Dezember 2017 bedeutete eine Zwangspause von einem Jahr und vier Monaten, kurz darauf warf ihn eine Muskelverletzung erneut zurück. Anfang August 2019 unterzog sich Bartels einer Knie-OP, erst im Dezember vergangenen Jahres kehrte er auf den Platz zurück. Insgesamt stehen in den vergangenen beiden Spielzeiten 527 Spielminuten zu Buche – umgerechnet knapp sechs Einsätze über die volle Distanz.

Ob Bartels aufgrund seiner Verletzungshistorie einen leistungsbezogenen Vertrag unterschrieb, kommentierte Stöver nicht: „Wir halten es da wie immer: Über die Vertragsdetails wurde einvernehmlich Stillschweigen vereinbart und daran halten wir uns selbstverständlich.“ Für Stöver ist klar: „Mit seiner immensen Erfahrung von mehr als 400 Profi-Einsätzen, davon 170 in der Ersten Bundesliga, sowie seiner fußballerischen Qualität und Routine ist Fin Bartels eine Bereicherung für die Mannschaft und verleiht uns in der Offensive noch mehr Flexibilität. Dazu kennt er die Stadt und den Verein. Daher sind wir davon überzeugt, dass er schnell Verantwortung übernehmen und zu einer Stütze der Mannschaft werden wird.“ Ein weiteres Plus für die KSV: Bartels ist ein „Local Player“ der Klubkategorie, von denen die KSV mindestens vier in ihrem Kader haben muss. Sie müssen im Alter zwischen 15 und 21 Jahren in drei Spielzeiten für den eigenen Verein spielberechtigt gewesen sein.

Bartels weiß um die Erwartungshaltung

Bartels selbst sagte, er freue sich über die Möglichkeit, zu seinem Heimatverein zurückzukehren. „Der Kontakt zum Verein, aber vor allem zu der Stadt ist nie abgerissen. Ich habe die so positive Entwicklung der KSV die ganze Zeit über mit großem Interesse verfolgt“, so Bartels, der sich des Charakters seiner Rückkehr gewahr ist: „Mir ist bewusst, dass durch meine Vergangenheit auch eine gewisse Erwartungshaltung auf mir lastet“, sagte der 33-Jährige. „Dieser werde ich mit Respekt, aber auch großer Motivation und Bereitschaft begegnen. Ich werde versuchen, meine Erfahrungen und Erlebnisse der letzten Jahre mit in das Team einzubringen und so zum Erfolg der KSV beizutragen.“

Bartels könnte die Lücke füllen, die durch den Abgang von Außenstürmer Emmanuel Iyoha (Leih-Ende und Rückkehr nach Düsseldorf) entstanden ist. „Natürlich haben wir mit Fin Bartels eine Vakanz in der Offensive geschlossen“, erklärte Uwe Stöver. „Er ist sowohl im offensiven Zentrum als auch auf beiden Außenbahnen einsetzbar und verschafft uns daher eine zusätzliche Variabilität.“ Die Kieler Transferaktivitäten in der Offensive aber sind durch die Verpflichtung nicht zwangsläufig abgeschlossen: „Das Transferfenster ist noch bis Anfang Oktober geöffnet, und wir halten natürlich weiterhin Augen und Ohren offen“, so Stöver.

Beim Trainingsauftakt am heutigen Donnerstag wird Bartels noch nicht dabei sein, er muss zunächst durch die Corona-Testprozedur. Sollten beide Tests negativ sein, wird der 1,76-Meter-Mann am Freitag zu seiner neuen Mannschaft stoßen. In Kiel wird er die Rückennummer 31 tragen – eine Information, die für viele Fans wohl zur rechten Zeit kommt: Ab Freitag um 12 Uhr ist das neue Holstein-Trikot im Fanshop am Stadion, im Citti-Markt, bei Intersport Knudsen im Citti-Park sowie im Onlineshop der KSV erhältlich.

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Zur Person: Fin Bartels

Der gebürtige Kieler Fin Bartels erlernte das Fußball-ABC beim TSV Russee und der SpVg Eidertal Molfsee, ehe er im Sommer 2002 als 15-Jähriger ins Storchennest wechselte.

Als A-Jugendlicher rückte er zur Saison 2005/06 in den Profikader auf und feierte am 25. November 2005 im Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf sein Debüt in der 1. Mannschaft von Holstein Kiel.

Bartels absolvierte von 2005 bis 2007 in der damals drittklassigen Regionalliga Nord insgesamt 50 Punktspiele (5 Tore) für die Ligamannschaft der KSV Holstein und wechselte dann zum Erstliga-Aufsteiger FC Hansa Rostock.

Nach drei Spielzeiten in Rostock (83 Spiele, 14 Tore) führte ihn sein Weg über den FC St. Pauli (122 Spiele, 22 Tore) 2014 zum SV Werder Bremen. Nach sechs Jahren im Trikot des Bundesligisten (131 Spiele, 24 Tore) lief sein Vertrag am Ende der vergangenen Saison aus.

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