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Holstein Kiel Vieles spricht für U23-Coach Ole Werner
Sport Holstein Kiel Vieles spricht für U23-Coach Ole Werner
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20:24 15.09.2019
Von Marco Nehmer
Macht er den Schubert? Holsteins U23-Coach Ole Werner. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Der Tag der Trainerentlassung hat viele Fragezeichen produziert, aber auch eine Gewissheit: Am Freitag (18.30 Uhr) wird jemand beim Heimspiel gegen den Nordrivalen Hannover 96 auf der Trainerbank sitzen. Und es darf bezweifelt werden, dass die KSV bis dahin ihren vermeintlichen Wunschtrainer präsentieren kann. Deshalb rückt die schnelle, interne Lösung in den Vordergrund. Das wahrscheinlichste Szenario: Ole Werner, Trainer der Regionalliga-Mannschaft der Störche, übernimmt interimsweise das seit Sonntag vakante Amt.

In jedem Fall ist mit einer schnellen Entscheidung zu rechnen, schließlich ist die Vorbereitung auf das Spiel gegen die ebenfalls sportlich kriselnden Niedersachsen denkbar kurz. Am Sonntag leiteten Schuberts Assistenten Fabian Boll, Patrick Kohlmann und Patrik Borger das Auslaufen. Für das Trio hat die Trainerentlassung keine Konsequenzen – dem Vernehmen nach ist man in der Vereinsführung zufrieden mit ihrer Arbeit. Möglich, dass sie auch zu Beginn dieser Woche das Training gestalten werden, dann den Staffelstab an den Interimstrainer weitergeben.

Holstein und Werner könnten von neuer Regel profitieren

Sollte der tatsächlich Ole Werner heißen, bestünde im Übrigen kein Zeitdruck, kurzfristig nach einer Dauerlösung zu fahnden: Zwar verfügt Werner derzeit lediglich über die A-Lizenz, dürfte nach den Statuten also eigentlich keine Profimannschaft dauerhaft betreuen. Seit Kurzem aber gibt es eine neue DFB-Regel, von der Werner und die Störche profitieren könnten: Demnach gilt bereits die Teilnahme an der Ausbildung zum Fußball-Lehrer, die Werner seit Mai absolviert, als Berechtigung, dort zu arbeiten, wo die höchste Trainerlizenz Bedingung ist. 

Zuvor war es Fußball-Lehrer-Anwärtern nur 15 Werktage erlaubt, Interimstrainer einer Profi-Mannschaft zu sein, und erst seit Anfang September ist so richtig bekannt, dass diese 15-Tage-Frist mittlerweile aufgeweicht ist. Heiko Butscher hatte als Interims-Nachfolger von Robin Dutt beim VfL Bochum betont, dass er auf Basis ebenjener neuen Regel auch zur Dauerlösung werden könnte. Es kam letztlich anders, und Thomas Reis übernahm den Job.

Bei diesem Namen dürfte es dem einen oder anderen Störche-Fan in den Ohren klingeln: Thomas Reis wurde vor der Saison auch bei Holstein Kiel gehandelt. Nun ist er, der zuvor die U19 des VfL Wolfsburg betreut hatte, vom Markt. Und damit keine Option mehr, sollte die KSV eben doch nach einer externen Lösung streben.

Schwemme an verfügbaren Trainern

Wer käme sonst noch in Frage? Schnell landet man bei der Liste an Trainern, die nach der Verkündung des Wechsels von Tim Walter nach Stuttgart in den Überlegungen der Kieler eine Rolle gespielt haben oder gespielt haben sollen, dazu die noch, mittlerweile oder wieder verfügbaren Trainer: Markus Anfang, Hannes Wolf, Markus Kauczinski, Daniel Meyer, Heiko Herrlich, André Breitenreiter, Boris Schommers – an Kandidaten mangelt es nicht.

Einzig: Über die Eignung der Kandidaten sagt das noch nichts aus. Und klar ist auch: Der nächste Schuss muss sitzen. Sonst dürfte mittelfristig auch über die Eignung des Sportdirektors diskutiert werden.

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