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Holstein Kiel Was den Störchen derzeit noch fehlt
Sport Holstein Kiel Was den Störchen derzeit noch fehlt
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18:01 04.11.2019
Von Marco Nehmer
Jung, begabt, unerfahren: Holsteins Offensive um Janni Serra (li., im Kopfballduell mit dem Bielefelder Tom Schütz) mangelt es noch an der kalten Schnauze vor dem Kasten, die mit der Routine kommt. Quelle: dpa
Bielefeld/Kiel

Fabian Klos, bald 32, und Andreas Voglsammer, 27 – sie waren der X-Faktor am Sonntagnachmittag. Spieler, die Punkte garantieren. Weil sie abgezockt sind, vor dem Tor Ruhe bewahren, schlicht eklig zu bespielen sind. Wie beim Siegtreffer für den DSC. Klos verzögert auf dem rechten Flügel, spielt genau im richtigen Moment auf den sich lösenden Voglsammer, Direktabnahme – 1:2 (73.).

„Phil (Neumann, d. Red.) übernimmt Voglsammer, dann läuft einer hinten rein. Da muss ich wahrscheinlich schneller durchrücken“, sagte Wahl zur entscheidenden Szene. „Es sind Kleinigkeiten. Wir haben dem Gegner eine Chance angeboten, und die haben sie genutzt.“

Gemeinsam hat das unwiderstehliche Bielefelder Duo jetzt 15 Tore auf dem Konto, dazu sieben Vorlagen. Qualität, die sie sich in zusammengerechnet 317 Spielen in der Zweiten Fußball-Bundesliga und 196 Drittliga-Partien über die Jahre angeeignet haben. Qualität, die Holstein mangels Erfahrung einfach noch nicht hat. Es ist das unauflösbare Dilemma einer jungen Mannschaft, die in der Lage ist, einen ansehnlichen Fußball zu spielen. Der aber noch das Entscheidende abgeht: das kompromisslose Toreschießen.

"Das ist der nächste Schritt"

„Der Übertrag ins letzte Drittel hat uns gefehlt“, analysierte Trainer Ole Werner nach der Partie und wurde grundsätzlich: „Das ist der Punkt, an dem wir stehen. Das ist der nächste Schritt. Wir haben eine vernünftige Spieleröffnung, einen vernünftigen Aufbau, aber wir müssen zusehen, dass wir Tore schießen.“ Einiges könne man sich im Training erarbeiten, „aber es hat auch mit Erfahrung und mit Näschen zu tun“.

Werner schickte in der Schüco-Arena seine Angreifer Emmanuel Iyoha, kürzlich 22 Jahre alt geworden, und Janni Serra, 21, aufs Feld. Beide sind hochtalentiert, Iyoha erzielte mit so etwas wie einem Riecher das zwischenzeitliche 1:1 (68.). Nur: Mehr sprang aus der Belagerung in der Bielefelder Hälfte nicht heraus. „Der Ball ist mehrfach durch den Strafraum gesegelt, wir waren da nicht präsent. Wir haben auch gute Aktionen über die Außen gehabt, da kamen die Bälle nicht genau vors Tor“, zählte Sportdirektor Uwe Stöver die Mängel im letzten Drittel auf.

„Die Leistung war super. Sie haben es hervorragend umgesetzt“, sagte Werner zum grundsätzlichen positiven Auftritt seiner Elf. „Aber der Ball muss am Ende des Tages über die Linie.“ Tore sind das Salz in der Suppe dieses Sports. Sie werden irgendwann kommen mit der Erfahrung. Vielleicht erweist sich die Niederlage auf der Alm am Ende als wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin.

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