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Holstein Kiel Schneekloth in der Spitze der DFL
Sport Holstein Kiel Schneekloth in der Spitze der DFL
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15:17 21.08.2019
Von Niklas Schomburg
Holstein Kiel-Präsident Steffen Schneekloth ist in der Spitze des DFL-Präsidiums. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Bei der Wahl zum Präsidium der Deutschen Fußball Liga haben sich überwiegend Kandidaten der kleineren Profi-Clubs durchgesetzt. BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke trat, wie am schon Dienstag publik geworden war, nicht zur Wahl an. Der Vizemeister aus Dortmund ist somit nach dem Rückzug von Ligapräsident Reinhard Rauball nicht mehr im DFL-Präsidium vertreten.

Hinter Christian Seifert als „Sprecher des Präsidiums“ und dem 1. Stellvertreter Peter Peters von Schalke 04 gehört Oliver Leki vom SC Freiburg als 2. Stellvertreter für die kommenden drei Jahre dem DFL-Führungsgremium neu an. Klaus Filbry von Werder Bremen zog seine Kandidatur kurzfristig vor der DFL-Generalversammlung am Mittwoch in Berlin zurück.

Den Posten als 3. Stellvertreter, der den Zweitligisten vorbehalten ist, übernimmt Steffen Schneekloth von Holstein Kiel, da auch Bernd Hoffmann vom Hamburger SV nicht zur Wahl antrat. Der Vorstandsvorsitzende des HSV gehört ab sofort dem sechsköpfigen DFL-Aufsichtsrat an.

Kleinere Vereine nehmen mehr Einfluss

Als weitere Vertreter aus der Bundesliga komplettieren Jan-Christian Dreesen (FC Bayern München) und Alexander Wehrle (1. FC Köln) sowie aus der 2. Liga Rüdiger Fritsch (SV Darmstadt 98) und Oke Göttlich (FC St. Pauli) das Präsidium. Wie Watzke hatte auch Michael Meeske (VfL Wolfsburg) kurzfristig von seiner Kandidatur Abstand genommen. Bei einer Teilversammlung am Dienstag hatten sich Mehrheitsverhältnisse zugunsten der nun gewählten Kandidaten abgezeichnet.

Das Gremium unter Führung von Seifert bestimmt maßgeblich über die Geschäfte der Interessenvertretung der 36 Profi-Clubs. Die neue Zusammensetzung des Präsidiums deutet auf mehr Einfluss der kleineren Vereine hin - dessen Auswirkungen sich freilich erst in Zukunft zeigen werden. Etwa, wenn es um die deutsche Positionierung in der Frage einer Europacup-Reform oder eben die Verteilung der Gelder gehen wird. Ein neuer TV-Vertrag soll bis zum Ende der gerade begonnenen Saison ausgehandelt werden.

Seifert führt die DFL - Rauball ist Ehrenpräsident

Angeführt wird die DFL e.V. nach dem Abschied des Liga-Präsidenten Reinhard Rauball künftig von Sprecher Christian Seifert, zugleich Geschäftsführer der DFL GmbH. Die Position des Präsidenten entfällt. Seiferts Position als "starker Mann" der DFL wird durch diese neue Struktur gestärkt.

Reinhard Rauball ist von den Delegierten der 36 Profi-Clubs zum Ehrenpräsidenten der Deutschen Fußball Liga ernannt worden. Der 72-Jährige war zuvor aus dem Amt des Ligapräsidenten nach zwölf Jahren ausgeschieden. Die Vereinsvertreter bedachten den Präsidenten von Borussia Dortmund bei der DFL-Generalversammlung am Mittwoch in Berlin mit mehreren Minuten währenden Standing Ovations.

Der ebenfalls aus dem Amt scheidende stellvertretende Vorsitzende Helmut Hack vom Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth wurde zum Ehrenangehörigen der DFL ernannt.

Mittelfeldspieler Jonas Meffert vom Zweitligisten Holstein Kiel ist vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für zwei Spiele gesperrt worden. Das teilte der DFB am Mittwoch mit.

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Am Mittwoch werden die Machtposten der Deutschen Fußball Liga (DFL) neu verteilt. Steffen Schneekloth, Präsident von Holstein Kiel und Liga-Präsidiumsmitglied, steht zur Wahl - hat im Rennen um das Amt des stellvertretenden Sprechers aber große Konkurrenz: HSV-Boss Bernd Hoffmann. Auch St. Paulis Oke Göttlich mischt mit.

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