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Nachrichten: Reitsport Solidarität mit Pferdefreund
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport Solidarität mit Pferdefreund
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08:58 13.05.2015
Von Martin Geist
Hammer

Stein des Anstoßes ist, wie berichtet, der Umstand, dass Brede auf städtischem Pachtland Pferde hält und entsprechende Stallungen betreibt, obwohl dies seit 1992 nicht mehr erlaubt ist. Nun argumentieren die Unterstützer des Pferdefreundes damit, dass Brede dieses Hobby immerhin schon seit 1976 ausübe, ohne dass sich Nachbarn oder Verwaltung daran gestört hätten. Einzige Ausnahme: Vor etwa 25 Jahren geriet die Sache schon einmal ins Visier der Verwaltung, unter Beteiligung des Bau- und Umweltausschusses und mit Zusage des damaligen Oberbürgermeisters Wolfgang Hochheim sei der Weiterbetrieb jedoch „ohne weitere Auflagen gestattet“ worden.

 Dokumente, die dies belegen, lassen sich aber offenbar im Rathaus nicht mehr finden. Und auch sonst zeigt sich die Stadt hart. Eine rechtswidrige Praxis könne nicht geduldet werden, nur weil sie schon über lange Zeit stattfindet, lautet das Argument.

 Die Unterzeichner des Briefes an den OB prangern genau dies an. Sie schreiben: „Will Herr Brede nicht seine Hobbyhaltung gänzlich aufgeben, steht er vor der unlösbaren Aufgabe, seine Pferde unterzubringen. Der 68-jährige Rentner hat weder die finanziellen Mittel, noch schafft er es körperlich, das notwendige Umfeld für seine Pferdehaltung an einer anderen Stelle neu zu errichten.“ Mithin werde „das Lebenswerk und das geliebte Hobby eines Bewohners innerhalb weniger Monate zerstört“. Statt dessen schlägt die Initiative vor, Brede die Haltung seiner sieben Pferde zu erlauben, wie er alters- und gesundheitsmäßig dazu in der Lage ist.