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Nachrichten: Reitsport Der Parcours ist nicht jedermanns Sache
Sport Reitsport Nachrichten: Reitsport Der Parcours ist nicht jedermanns Sache
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12:58 04.05.2017
Von Jessica Bunjes
Publikumsliebling Janne-Friederike Meyer-Zimmermann hat in den vergangenen beiden Jahren mit Cellagon Anna im angeblich schwersten Parcours der Welt eine gute Figur gemacht und scheut das Derby auch in diesem Jahr nicht. Quelle: "Jessica Bunjes jem"
Hamburg

Ein Bruchteil von ihnen startet im eigentlichen Derby-Parcours mit Pulvermanns Grab und Co.

 Zuvor sind zwei Qualifikationen mit je einer Hälfte des Parcours zu absolvieren, um Form von Pferd und Reiter zu testen. Selbst in diese Wertungsprüfungen reiten nur die wenigsten der an den mittlerweile fünf Tagen startenden Reiter ein. Janne-Friederike Meyer-Zimmermann, inzwischen verheiratet und zurück in Schleswig-Holstein, hat in den vergangenen beiden Jahren mit Cellagon Anna eine sehr gute Figur gemacht – als eine der wenigen Frauen. Und sie will es wieder wissen.

 Rolf-Göran Bengtsson, Schwede und Wahl-Holsteiner, wird seinen „Wunderhengst“ Casall in Hamburg offiziell aus dem Sport verabschieden. Ganz sicher nicht im Derby. Hierfür wählt der Mann, der vor einigen Wochen das Ende seiner jahrelangen Partnerschaft mit Bo Kristoffersen bekannt gab, eine Qualifikation der weltweit höchstdotierten Springsportserie Global Champions Tour (GCT). 2016 gewann das Paar die Serie (und rund 800000 Euro), in der der Profi 2017 zum siebten und letzten Mal mit dem 18-jährigen Casall antritt. „Casall war schon als junges Pferd mit mir in Hamburg erfolgreich am Start, er ist hier groß geworden, und hier wird er topfit verabschiedet“, sagt Bengtsson, der bei aller Tradition traditionell sein Glück im Derby-Kurs – angeblich dem schwersten Parcours der Welt – nicht herausfordert.

 Die mit rund drei Millionen Euro ausgeschriebene GCT erlebt ihr zehntes Jubiläum auf dem legendären Derby-Platz, und die ihr seit vergangener Saison angeschlossene Mannschaftswertung Global Champions League kehrt nach ihrem Debut im vergangenen Jahr zurück nach Klein Flottbek, wie Derby-Chef Volker Wulff bekanntgab.

 Im Dressurviereck gibt es ebenfalls einiges zu sehen – zumindest für den, der auf dem trotz aller Erweiterungen nach wie vor engen Areal bei Zigtausenden auf engstem Raum zusammengedrängten Zuschauern einen „Sehplatz“ ergattert. Im eigentlichen Dressur-Derby, geritten mit dem berühmten Pferdewechsel – für den die weltbesten Dressurreiter wie Dressur-Königin Isabell Werth nach wie vor nicht zu haben sind –, wird auf Grand-Prix-Niveau der Sieger des „Blauen Bandes“ ausgeritten. Derby-Chef Wulff verkündet stolz: „Drei Damen aus dem deutschen Bundeskader haben genannt: Anabel Balkenhol, Fabienne Lütkemeier und Kathleen Keller.“ Die Hamburger Deern Keller startet bereits seit „Kindesbeinen“ an in der Traditionsprüfung, in der im Schnitt nur ein Dutzend Reiter miteinander wetteifert.

 Mehr als eine Million Euro Preisgeld wurde an allen Tagen in allen Prüfungen im vergangenen Jahr ausgeschüttet, eine Marge, die 2017 wieder erreicht werden wird. Die Dressurreiter bekamen und bekommen das wenigste davon ab, rund 30000 Euro sind in der höchstrangigen Prüfung insgesamt zu gewinnen. Zum Vergleich: Die Minimal-Dotierung einer Wertungsprüfung für die GCT liegt bei 300000 Euro, der Sieger bekommt 33 Prozent – also 100000 Euro.

Am 7. Mai 2017 veranstalten wir, Kathrin Rohwedder und Rebecca Kohlstadt einen Spendenritt. Dieser findet zum dritten Mal in ganz Deutschland statt. Sinn und Zweck dieses Rittes ist es, die Reittherapie bekannter zu machen und gleichzeitig Spenden zu sammeln.

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