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Dressur-Landesmeisterschaft HH und SH: De Nino und Rathjens tanzen zum Titel

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11:07 21.09.2020
Von Tara Gottmann
Gekrönte Champions: Nina Rathjens vom Elbdörfer und Schenefelder Reitverein und ihr Siegerpferd De Nino freuen sich über den Sieg bei den gemeinsamen Dressur- Meisterschaften der Bundesländer Hamburg und Schleswig-Holstein. Quelle: Tara Gottmann
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Bad Segeberg

Ganz anders als gewohnt ritten nur die Dressurreiter aus Schleswig-Holstein und Hamburg am vergangenen Wochenende auf dem Landesturnierplatz in Bad Segeberg um die Landesmeistertitel der Children, Ponyreiter, Junioren, Jungen Reiter und schließlich der Senioren. Nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Zuschauer waren wegen Corona nicht erlaubt. Von der Straße aus war gar nicht zu erkennen, dass in Segeberg wirklich ein Turnier geritten wird. Die Dressurreiter, die den Pagelplatz gewohnt sind, ritten zudem auf dem großen Sandplatz, wo sich normalerweise der Springabreiteplatz befindet.

Nina Rahjens und ihr Siegerpferd De Nino. Foto: Tara Gottmann

„Ich freue mich besonders, dass De Nino es geschafft hat, dass er mal im Rampenlicht steht. Das ist sein erster großer Erfolg“, freute sich Ninja Rathjens, frischgebackene Dressur-Landesmeisterin der Senioren. Vor zwei Jahren holte sich die Barmstedterin bereits mit Emilio diesen Titel. Insgesamt ist es ihr fünfter Landesmeistertitel. Rathjens und ihr 12-jähriger Sportpartner waren zuvor Zweite in der S***-Kür geworden. Ein weiterer zweiter sowie ein vierter Platz in den beiden anderen Wertungsprüfungen bedeuteten den Gesamtsieg.

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„Wir haben hier in Segeberg echt Spaß gehabt. Es war ein tolles Wochenende. Das Viereck auf dem großen Sandplatz hat schon fast internationales Flair“, so die 26-Jährige. „Bad Segeberg lebt sonst natürlich immer von den Zuschauern, bei uns Dressurreitern ist am Pagelplatz immer Stimmung und viel los.“ Diesmal war es viel ruhiger. Aber sie sagt auch: „Es ist super, dass wir in diesem Jahr überhaupt Landesmeisterschaften haben.“

Für Rathjens war es eine kurze, aber dafür erfolgreiche Saison. „Meine Pferde waren alle topfit, dann kam Corona. Wir haben die Pause gut genutzt, um an den Feinheiten zu arbeiten. Sonst ist dafür während der Turniersaison nur wenig Zeit.“ De Nino hat nun eine Woche eine wohlverdiente Weidepause, für Rathjens geht es mit anderen Pferden am kommenden Wochenende nach Hagen zum Turnier.

Kathleen Kröncke vom Hamburger Schleppjagdverein, hier mit Standsfield, gewann alle Dressuren der großen tour, allerdings mit drei unterschiedlichen Pferden. Im Gesamtklassement landete sie auf Platz zwei.

Der Sieg in allen drei Wertungsprüfungen der großen Dressurtour der Senioren ging an Kathleen Kröncke (Appen). Allerdings mit drei unterschiedlichen Pferden. Mit nach Segeberg gebracht hatte die Dressurderbysiegerin von 2011 Hampton Court, San Royal und Standsfield. Mit Standsfield gewann sie die Kür am Sonntag, was ihr insgesamt den Vize-Landesmeistertitel brachte. Auf dem Bronzerang folgten Felix Kneese (Appen) und Dujardin. „Das ist sehr großzügig und gut gemacht mit Fahnen und Zelten drumherum, aber dass die Zuschauer fehlen, ist schon sehr schade“, sagte Kröncke über die ungewohnten Segeberger Prüfungsbedingungen.

„Bei diesem fantastischen Wetter Springen, Dressur und die Abteilungen zu haben, wäre toll gewesen“, bedauert auch Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein und Hamburg, die ungewohnten Verhältnisse. „Die Landesmeisterschaften Dressur waren genau an dem Wochenende, an dem eigentlich das Landesturnier gewesen wäre. Es ist alles reibungslos, lautlos und mit tollen Bedingungen für die Sportler abgelaufen.“ Aber: „Natürlich fehlen uns die Menschen.“

Auf dem gesamten Turniergelände durften gleichzeitig nur 500 Personen sein. Daher wurden keine Zuschauer erlaubt. Aber jeder Reiter durfte auch nur zwei Begleitpersonen mitbringen. So waren waren viel weniger Personen anwesend als durch die Maximalkapazität vorgegeben. Denn: „Die Teilnehmer sind direkt nach ihren Prüfungen wieder gefahren, so waren es insgesamt weniger Menschen auf dem Gelände“, erklärt Karstens und nennt weitere Einschränkungen, die die Hygienebedingungen mit sich brachten: „Die Richter saßen mit Abstand nebeneinander. In den Siegerehrungen wurden keine Hände geschüttelt. In den Innenräumen mussten Masken getragen werden. Die Medaillen und Schärpen wurden vor den Meisterehrungen an die Begleitpersonen der Teilnehmer gegeben, damit man sich nicht so nah kommt.“

Nun wird auf dem Landesturnierplatz umgebaut: Die Springreiter tragen ihre Landesmeisterschaften am kommenden Wochenende nicht auf dem Sandplatz, sondern auf dem großen Rasenplatz aus. „Die Zelte und Stände werden dementsprechend einmal umgedreht“, sagt Karstens.

Alle Ergebnisse der Dressur-Landesmeisterschaften finden Sie hier.

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