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Dressursport: Abschied von Nadine Capellmanns Elvis VA

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12:26 10.02.2021
Von Reitsport Pressemitteilung
Foto: Nadine Capellmann mit Elvis VA, CDI 5* Mechelen 2012
Nadine Capellmann mit Elvis VA, CDI 5* Mechelen 2012 Quelle: WDM-Media
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Würselen

Der Hannoveraner Wallach wäre am 16. März 25 Jahre alt geworden. Nun starb er völlig unerwartet, wie Capellmann auf ihrer Internetseite bekannt gab. In seiner langen, erfolgreichen Laufbahn gewann Elvis unter anderem Team-Gold mit der deutschen Dressur-Equipe bei den Olympischen Spielen in Hongkong 2008 sowie bei den Weltreiterspielen 2006 in Aachen.

Der Fuchswallach (von Espri – Garibaldi II) stammte aus der Zucht von Christian Pfeil (Bremerhaven) und wurde von Team-Olympiasieger Martin Schaudt (Albstadt), der ihn auf der Verdener Auktion entdeckt hatte, sowie von Heiner Schiergen (Krefeld) ausgebildet. In seiner Anfangszeit schaffte es Elvis laut Heiner Schiergen, gleich drei Olympiasieger in den Sand zu setzen: Schaudt, Capellmann sowie deren Trainer Klaus Balkenhol. Doch gemeinsam schafften sie es, dass der „junge Wilde“ sein Talent entfalten konnte. 2004 folgte dann der erste Turnierstart von Elvis und Nadine Capellmann in Lingen – die Qualifikation zum Finale des Nürnberger Burg Pokals, das sie wenige Monate später in Frankfurt mit einem Rekordergebnis von 81,17 Prozent gewannen. Der Einstieg in den Grand Prix gelang ihnen 2005 unter anderem mit Siegen in Hagen und beim CHIO Aachen. Nachdem sie 2006 alle drei CDIO-Prüfungen in Aachen gewannen, folgte auch die Nominierung für die Weltreiterspiele. Dort trugen sie zum deutschen Mannschaftstitel bei und verpassten in der Kür mit Platz vier nur knapp eine Einzel-Medaille. Für Capellmann ging mit dem erfolgreichen Start bei der WM in ihrer Heimatstadt Aachen ein Traum in Erfüllung. Und der Traum ging weiter: Auch für die deutsche Olympia-Equipe wurde sie mit Elvis zwei Jahre später nominiert und durfte sich in Hongkong noch einmal über Team-Gold freuen. Im Jahr davor gesellte sich noch eine Team-Silbermedaille bei der Europameisterschaft im italienischen La Mandria zu ihrer Erfolgsbilanz. Ende 2012 verabschiedete sich Elvis mit einem dritten Platz in der Weltcup-Kür von Mechelen/BEL von der sportlichen Bühne.

Fortan verbrachte er seinen Ruhestand mit Shetty-Freundin Barbie auf dem Hof seiner langjährigen Reiterin und Besitzerin in Würselen. „Er hat mich immer mit einem freudigen Wiehern begrüßt. Dass ich dieses Wiehern am Freitagabend gegen fünf Uhr zum letzten Mal hören würde, hätte ich nie geahnt. Um diese Zeit habe ich gefüttert, und Elvis war gut drauf. Als ich eine Stunde später wieder in den Stall kam … lag er tot in seiner Box“, berichtet Capellmann auf ihrer Internetseite. Er sei nie krank gewesen und seine fast 25 Jahre habe man ihm kaum angemerkt. „Sein Tod hat uns alle völlig überrascht. Wir hätten ihn gern noch eine Weile bei uns gehabt!“, so Capellmann. jbc (fn-press)

Das vollständige Statement von Nadine Capellmann ist hier zu finden: https://www.capellmann.com/aktuell/html/20210208_0.htm

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